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Hellerhof/Bilk
Neuer Schnellbus zur Uni startet Montag

Hellerhof/Bilk. Die Linie SB 57 verkehrt mit dem Fahrplanwechsel der Rheinbahn montags bis freitags zwischen Hellerhof und der Universität. Ein neues Gutachten bezeichnet eine mögliche Verlängerung der Stadtbahnlinie nach Garath als zu teuer. Von Simona Meier

Schnell soll es gehen, mit der neuen Buslinie SB 57. Zum Fahrplanwechsel richtet die Rheinbahn eine neue Verbindung aus dem Düsseldorfer Süden an die Heinrich-Heine-Universität ein. Für die Strecke aus Hellerhof Richtung Universität braucht der neue Bus knapp 20 Minuten, je nachdem wo man aussteigen möchte. Verkehren wird er zwischen der Haltestelle Eichsfelder Straße im Hellerhofer Industriegebiet, wo der erste Bus morgens um 6.57 Uhr startet, und dem Südpark. SPD-Ratsherr Jürgen Bohrmann will die Premiere miterleben: "Ich nehme Montag gleich die erste Linie und probiere die Verbindung selbst aus", sagt er.

Die Freude der Stadtteilpolitiker über die neue Anbindung für den Düsseldorfer-Süden ist groß. "Jetzt muss keiner mehr Proviant für die Fahrt mitnehmen", sagt die Hellerhoferin Ursula Holtmann-Schnieder, die für die SPD im Stadtrat sitzt. "Wenn wir wollen, dass die Menschen den ÖPNV nutzen, dann muss man ein Angebot haben, das komfortabel ist", sagt sie. Bislang dauerte eine Fahrt vom S-Bahnhof Hellerhof bis zur Haltestelle Universität-Mensa zwischen 37 und 42 Minuten. Jetzt geht's deutlich schneller, denn die SB 57 fährt geradewegs über die Münchener Straße durch - bis Universität Südost. Eine Viertelstunde dauert das vom Startpunkt Eichsfelder Straße und ist deshalb eine echte Alternative. In Benrath wird es keinen Stopp geben: "Es sollte ein Schnellbus installiert werden und in Benrath haben wir schon die U-Bahnlinien", sagt Monika Link-Giesen, Leiterin der Operativen Angebotsplanung bei der Rheinbahn. Ein weiterer Haltepunkt würde den Bus deutlich verlangsamen, fügt sie hinzu.

Parallel zu den ersten Fahrten der Buslinie, wird im Verkehrsausschuss am Mittwoch die Prüfung einer Verlängerung der Stadtbahn nach Garath vorgestellt. Dabei kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass die zu erwartende Nachfrage von rund 3.000 Fahrgästen pro Tag weit unterhalb dem einer Stadtbahn liegt. Die hat mindestens 7.500 Fahrgäste. Deshalb können aus Gutachtersicht weitere Investitionen für die kostenintensiven nächsten Planungsschritte nicht empfohlen werden. In den Untersuchungen wurde als Schwachstelle die Verbesserung der Erreichbarkeit der Bereiche Universität/Uni-Kliniken von Hellerhof und Garath ausgemacht. Hier soll jetzt die Schnellbusverbindung helfen.

Die Hoffnung ist groß, dass nicht nur Studierende den neuen Bus nutzen. Der Anschluss an die U-Bahnlinien am Südpark bietet einen schnellen Weg in die Innenstadt. "Auch wer einen Arzt aufsuchen will und in die Uniklinik fährt, ist jetzt schneller", sagt Bezirksvertreterin Adelheid Schliwa (CDU). Dass die neue Buslinie ein Erfolg wird, hoffen alle - auch mit Blick auf das "Stadterneuerungsprojekt Garath 2.0". Bessere Verkehrsanbindungen sollen den Stadtteil für junge Menschen attraktiver machen. Bereits seit 2013 stand das Projekt auf der Wunschliste.

Warum es so lange dauerte, bis die Buslinie an den Start geht, erklärt Monika Link-Giesen von der Rheinbahn: "Wir sind nicht autark und können nicht einfach einen Bus einsetzen. Das muss mit der Politik abgestimmt werden."

Wird der Bus gut angenommen, können die Zeiten aus Rheinbahnsicht ausgeweitet werden. Regelmäßige Fahrgastzählungen sollen dem Unternehmen darüber Auskunft geben. Das neue Angebot wird mindestens ein halbes Jahr lang beobachtet, um den Erfolg abzuschätzen. Sorge bereitet noch die Beschilderung am Haltepunkt Hellerhofer S-Bahnhof. Der Schnellbus stoppt unter der Unterführung - dort wo sonst der Schienenersatzverkehr die Fahrgäste aufnimmt.

Quelle: RP
 
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