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Himmelgeist
557 Teilnehmer beim Jüchtlauf

Himmelgeist. Bei 27 Grad kamen alle glücklich und schweißüberströmt ins Ziel. Darunter auch sechs Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr. Die schönsten Kostüme beim Staffellauf hatten die "Schlafwächter". Von Tino Hermanns

Heute sieht der St. Nikolaus-Pfarrgarten in Himmelgeist so aus, als wäre nichts geschehen. Einzig ein paar niedergetretene Grashalme zeugen davon, dass die heimelige Grünfläche zwischen Pfarrsaal und Kirche gestern noch zentraler Anlaufpunkt des 13. Jüchtlaufs gewesen ist. Im Pfarrgarten waren schattenspendende Zelte, Getränke- und Speisenangebote, Sonnenschirme, Hüpfburg, Spiel- und Bastelecke für Kinder und das Siegertreppchen aufgebaut. Und dennoch gab es mehrere lauschige Plätzchen, auf denen Familien ihr Picknick abhielten.

So entspannt wie es im Pfarrgarten war, so hart wurde auf der Strecke gekämpft. Gegen 27 Grad Temperatur, gegen Wind, gegen die nahezu schattenlose Strecke durch das Naturschutzgebiet Himmelgeister Rheinbogen, gegen die Konkurrenz und natürlich gegen sich selbst. Diese Kämpfe hat niemand verloren, denn alle kamen ins Ziel. Schweißüberströmt, aber meist glücklich lächelnd.

Und die Himmelgeister wissen jetzt, dass ihre freiwillige Feuerwehr auf Draht ist. Mit Tobias Hahn, Kevin Fritz, Felix Rösler, Tim Neubert Robert Buscemi und Martin Pruzina nahmen gleich sechs Brandbekämpfer die 5,4 Kilometer-Distanz in Angriff, aber nicht möglichst leicht bekleidet, sondern mit der gut 25 Kilogramm schweren kompletten Ausrüstung (Atemgerät, Helm, Feuerschutzkleidung). Einzig Laufschuhe hatten sie sich gegönnt. "Wir wollen auch unsere Einsatzfähigkeit demonstrieren. Wenn es zu einem Notfall kommt, können wir es uns ja auch nicht aussuchen", meint Fritz. Die Anstrengung ist schnell vergessen, sogar schon vor dem Zieleinlauf. "Die letzten Meter wird man von den Anfeuerungen förmlich ins Ziel getragen. Die Stimmung ist einfach Bombe", so Neubert.

Das merkten alle der insgesamt 557 Jüchtlauf-Teilnehmer. Ganz besonders gut war die Stimmung beim SFD 75, denn die "roten Renner" schafften regelmäßig den Sprung aufs Siegertreppchen. So gewann Alexander Gossmann den 10-Kilometerlauf nach 34:53 Minuten. Sein Clubkamerad Mamadu Diallo wurde Zweiter (35:31 min.). Bei den Damen siegte SFD-Läuferin Angela Richter (45:11 min.). Im Jedermann-Lauf über 5,4 Kilometer setzte sich "ausnahmsweise" kein SFD-Läufer durch. Ben Weiß startet für die Freien Schwimmer und gewann nach 19:21 Minuten.

Doch Jüchtlauf-Mitorganisatorin Ulrike Michaelis sah auch bei der Jedermann-Lauf-Siegerehrung "rot", denn SFD-Läufer Simon Vogt rannte mit einer Zeit von 19:46 Minuten auf Platz drei. Bei den Frauen setzte sich Katharina Strunk (22:09 min.) vom SFD gegen ihre Clubfreundinnen Marie-Luise Stürtz (23:31 min.) und Kristina Sievert (24:56 min.) durch.

Den Sonderwettbewerb für die schönsten Kostüme beim Staffellauf erhielten die "Schlafwächter" und "Kindergartentreff 94". Die "Schlafwächter" waren Kinder, die in Nachthemden mit Schlafmützen und Kuscheltieren die 3 mal 1,8-Kilometer bezwangen. Die Läuferinnen des "Kindergartentreffs" hatten sich als Einhörner kostümiert. "Die Einhörner können wir als bedrohte Tierart ja ins Naturschutzgebiet Jücht aufnehmen", meinte Michaelis.

Quelle: RP
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