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Himmelgeist
Arbeiten für neues Wohngebiet starten

Himmelgeist: Arbeiten für neues Wohngebiet starten
Der Abbruch im Gelände der ehemaligen Gärtnerei sind im vollen Gang. FOTO: Anne Orthen
Himmelgeist. Auf dem Areal zwischen Scheitenweg, Steinkaul, Am Steinebrück und Ickerswarder Straße entsteht ein Neubaugebiet mit etwa 65 Wohneinheiten. Die Abbrucharbeiten der Gewächshäuser sind im vollen Gang. Von Andrea Röhrig

Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt am 29. April 2017 wurde der Bebauungsplan für das Neubaugebiet "Am Scheitenwege-Süd" rechtskräftig. Fast ein Jahr nach diesem formalen Schritt nimmt das neue Wohngebiet Formen an: Wahrscheinlich im September will die Stadt mit dem Herrichten der Baustraßen beginnen. Und inzwischen haben die Abbrucharbeiten bei der Gärtnerei Stoffels begonnen. Anders als zunächst geplant wurde der Gartenbaubetrieb in der zweiten Offenlage einvernehmlich mit dem Eigentümer überplant. Ende Juni 2017 hat die Gärtnerei den Betrieb geschlossen. Die Betriebsfläche reduziert sich laut Stadt auf eine im Osten befindliche Fläche, die mit zwei kleineren Gewächshäusern und einem Schuppen bebaut ist. Die übrige Fläche soll erstmal weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

Städtebauliches Ziel ist eine aufgelockerte Bebauung in Form von Einzel- und Doppelhäusern sowie Hausgruppen, die sich an die vorhandene dörfliche Struktur an- passt. Im südlichen Teil des Plangebiets unmittelbar an der Straße Am Steinebrück ist ein Mehrfamilienhaus geplant. Um die 65 Wohneinheiten sollen auf dem über sieben Hektar großen Areal entstehen. Nach derzeitigem Stand sind in dem neuen Wohngebiet im öffentlichen Bereich 61 Parkplätze vorgesehen, wie auch je ein Stellplatz pro Wohneinheit. Da es sich beim Bau der Häuser um Einzeleigentümer handelt, kann die Verwaltung keine Prognose darüber abgeben, wann mit den Arbeiten begonnen wird und wann alles fertig gestellt sein wird, hieß es in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 9. In dieser hatte die Verwaltungauch darüber informiert, dass nach der Rechtskraft des Bebauungsplanes für das Wohngebiet samt des Schulerweiterungsbaus und dem Neubau einer Kindertagesstätte im September vier Erschließungsstraßen gebaut werden sollen. Die Erschließung erfolgt für den Kfz-Verkehr ausschließlich von Süden über die Straße Am Steinebrück. Fußgängern und Radfahrern steht zudem ein Geh- und Radweg als Verbindungsweg zum nördlichen Wohngebiet Am Scheitenweg zur Verfügung, heißt es in der Informationslage.

Im Osten grenzt das Plangebiet an das Seniorenheim Paulus-Haus. Dessen Gebäude befinden sich außerhalb des Plangebiets, während eine dazugehörige kleine Parkanlage mit hohem Baumbestand im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegt. Dort wird sie nun als private Grünfläche mit der Zweckbestimmung "Parkanlage Altenheim" festgesetzt. Die Parkanlage ist laut Bauverwaltung von Bebauung freizuhalten. Die Kita und die Jugendfreizeiteinrichtung sollen sich im Bereich um die Schule ansiedeln, die bekommt einen Anbau samt einer Einfachsporthalle, die außerhalb der Schule von Vereinen und für Veranstaltungen genutzt werden kann. Der Stadt entstehen für die Erweiterung der Grundschule, den Bau der Jugendfreizeiteinrichtung und Kindertagesstätte, den Ausbau der öffentlichen Grünfläche mit einem Kinderspielplatz sowie die Herrichtung der Ortseingangsbegrünung Kosten in Höhe von 15,5 Millionen Euro. Zur Refinanzierung des Herstellungsaufwandes für die öffentlichen Verkehrsanlagen und der Straßenentwässerung werden von den Anliegern Erschließungsbeiträge eingetrieben. Dieses Frühjahr soll der Rat dem Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für die Erschließungsmaßnahmen in Höhe von 1,8 Millionen Euro beschließen.

Quelle: RP
 
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