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Himmelgeist
Der Charme der kleinen Kirmes am Rhein

Himmelgeist. Auf die Freunde und Anhänger des Himmelgeister Schützenfestes ist trotz großer Konkurrenz in Neuss und Düsseldorf Verlass. Von Maximilian Krone

Trotz des NRW-Wochenendes und dem Schützenfest in Neuss kamen wie gewohnt viele Besucher nach Himmelgeist, um mit der dortigen St. Sebastianus Schützenbruderschaft zu feiern. Dabei schlenderten viele auch über die "Kleinste Kirmes am Rhein", wie die Himmelgeister ihren Rummel zum Schützenfest scherzhaft nennen. Und damit untertreiben sie nicht, stehen doch kaum mehr als eine Handvoll Buden auf dem Schützenplatz.

Verantwortlich für den Aufbau der Kirmes ist Platzmeister Thomas Thissen. Der 54-jährige Schütze sorgt dafür, dass in jedem Jahr für Alt und Jung etwas dabei ist. "Wir versuchen, alles abzudecken, was zu einer klassischen Kirmes gehört", sagt er. So gibt es auch in diesem Jahr unter anderem wieder eine Schießbude, das bei Kindern beliebte Entenangeln, ein Kinderkarussell und einen Imbissstand. Viel mehr Buden fänden auf dem Rummel direkt am Rhein auch keinen Platz. "Wir haben nur begrenzte Möglichkeiten. Wegen des umliegenden Naturschutzgebietes können wir uns nicht einfach so vergrößern. Das respektieren wir natürlich", sagt Thissen.

Dieser sozusagen natürlichen Begrenzung kann er aber hauptsächlich Positives abgewinnen. "Durch diese kleine Kirmes ergibt sich eine ganz andere Atmosphäre. Es ist sehr familiär", sagt er. Besonders für die vielen Kinder ist die Kirmes in jedem Jahr ein Anziehungspunkt. Auch morgen dürften dort wieder viele Kinderstimmen zu hören sein, denn die Schützen feiern zum Abschluss des Schützenfestes ein Fest allein für Kinder. "Das ist eine tolle Veranstaltung. Wir werden einen Eiswagen vor Ort haben, mit dem sich die Kinder abkühlen können. Zudem wird es Gratis-Fahrchips für die Karusselle geben", sagt Thomas Thissen, der sich jedes Jahr über seine Aufgabe freut. "Ich mache das jetzt schon seit acht Jahren und das Ergebnis ist immer wieder schön mitanzusehen", sagt er. Viele kämen in jedem Jahr gerne wieder.

Ein Beleg für die gute Arbeit Thissens. Schließlich zählt es zu einer seiner Hauptaufgaben die Kirmes voll zubekommen. Angesichts der großen Veranstaltungskonkurrenz am Wochenende war das aber gar nicht so einfach. "Unser langjähriger Imbissstand zum Beispiel ist in diesem Jahr beim NRW-Fest dabei. Das ist aber nicht so schlimm, schließlich leben die Leute von den Umsätzen und da ist in der Innenstadt sicherlich mehr zu holen, als hier", sagt er.

Hungern mussten die Besucher aber nicht, denn Thomas Thissen organisierte kurzerhand einen neuen Stand. Erleichtert wird seine Arbeit durch seinen Beruf. Denn Thomas Thissen ist Elektromeister. "Diese Fähigkeiten helfen schon, das ein oder andere Problem schnell zu beheben", sagt er. Das gab es in Vergangenheit häufig mit dem Ort der Kirmes. Denn der gepflasterte Festplatz kam in die Jahre.

"Wir sind froh, dass wir nun einen gut sanierten Platz mit ebenerdigem Pflaster haben. Das erleichtert so einiges", sagt Thissen. Für die Schützen und Besucher konnte es zum 375-jährigen Bestehen der Bruderschaft wohl kein besseres Geschenk geben. Groß gefeiert wurde unter anderem während des Festumzuges aber weniger (die Feier fand bereits im Juni statt). Vielmehr war es bei erneut gutem Wetter, wie in jedem Jahr, ein ansehnliches buntes Fest mit abwechslungsreichem Programm und vielen Besuchern.

Quelle: RP
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