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Himmelgeist
Hauptlauf startet gleich zweimal

Himmelgeist. Viel Himmelgeist waren beim Jüchtlauf am Sonntagvormittag auf den Beinen. Von Beate Gostincar-Walther

In Himmelgeist sind gestern Groß und Klein wahrhaftig "auf den Beinen"; hinzu kommen viele auswärtige Gäste, die sich am Startpunkt zum Jüchtlauf am Kölner Weg einfinden. In den Vorgärten klatschen sich die Leute schon einmal warm; die Samba-Gruppe gibt am Start und Ziel das Tempo vor, und im Pfarrgarten erwartet eine Oase die Erschöpften. Zum 14. Mal lädt der Himmelgeister "Kultur- und Sportverein 1100" zum Lauf-Event kreuz und quer durch Feld, Wald und Dorf ein. Neben der beliebten 10-Kilometer-Strecke gibt es eine Version über 5,4 Kilometer sowie den Schüler-, Bambini- und Staffellauf. "Beim Staffellauf beteiligen sich ganze Familien, zum Beispiel Vater, Mutter, Kind und Großvater", erklärt Vereinsvorsitzende Ulrike Michaelis. Hier gibt es nicht nur einen Preis für die schnellste Gruppe, sondern außerdem einen für kreative und lustige Kostümierung.

Sonja Ogoz und Christian Ruda aus Köln warten mit rund 600 anderen Teilnehmern auf den Start des Hauptlaufes. "Ich mag diese kleineren Vereinsläufe gerne. Hier ist eine schöne Atmosphäre und nicht solcher Rummel wie bei großen Veranstaltungen", meint die 36-Jährige, die im November beim Marathon in New York dabei war. Los geht's und das Feld setzt sich in Bewegung.

Wenig später ruft der Mann am Mikrofon wieder alle zurück zum Start. "Ich habe zu viel Tempo gemacht", gesteht ein junger Mann auf dem Fahrrad etwas zerknirscht. Da konnte nur das Spitzenfeld mithalten und es trennte sich vom Hauptfeld der Läufer. Letzteres schickt dann ein ehrenamtlicher Helfer versehentlich in die falsche Richtung. Immerhin läuft die Spitzengruppe richtig und ist nicht mehr zurückzuholen. "So etwas ist uns noch nie passiert", kommentiert Ulrike Michaelis kopfschüttelnd.

Doch der Moderator beherrscht sein Metier mit Gelassenheit und Humor. Nach einer ernsthaften Entschuldigung meint er launig: "Lauft am besten dem Fahrradfahrer hinterher, den ihr nicht mehr seht." David de Castro aus Monheim sagt: "Das ist alles nicht tragisch. Mir geht's sowieso nur um das Laufen." Mit welcher Zeit er ins Ziel gelange, sei ihm nicht wichtig. 20 Minuten später geht das Hauptfeld erneut auf die Strecke. Der korrekten Zeitabnahme hat der Startfehler nicht geschadet. Mit 32 Minuten kommt Toni Riediger (24) als Erster ins Ziel, schnellste Frau ist Kathrin Brenner, Jahrgang 1975 mit 42:38. Die Kinderstaffel "Schatten des Windes" heimst mit wehenden schwarzen Umhängen und Tattoos den Preis für die schönsten Kostüme ein.

Quelle: RP
 
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