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Holthausen/Itter
An dieser Verkehrskreuzung sind Radfahrer gefährdet

Holthausen/Itter. Seit ein paar Wochen ist er in Betrieb, der Blitzer an der Kreuzung Itterstraße/Münchener Straße in Fahrtrichtung Innenstadt. Und er ist scharf geschaltet. Wer meint, er könnte noch mal eben bei - wie es so schön heißt - Dunkel-Orange über die Kreuzung huschen, bekommt wenig später ein nettes Foto mit seinem Konterfei samt passendem Zahlschein nach Hause geschickt. Von Andrea Röhrig

Mit dem zur gleichen Zeit am Mörsenbroicher Ei aufgestellten Blitzer soll auch der in Holthausen die Stadtkasse füllen. Für 2018 rechnet die Stadt mit Einnahmen durch Blitzer insgesamt in Höhe von 7,2 Millionen Euro (190.000 Fälle). Dabei soll das wegfallende Gerät auf der A46 durch die beiden neue Anlagen ausgeglichen werden.

Doch die Fotobox, die auch dafür sorgen soll, dass das Tempo an dieser Stelle verringert wird, wird sich eher nicht positiv auf einen Unfallhäufungsschwerpunkt auswirken, den es an der Kreuzung gibt. Gleich sechs Mal hat es in den vergangenen neun Monaten dort gekracht.

Diese Zahl hatte Thomas Decken, Leiter der Polizeiinspektion Süd, den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) 9 genannt. Und zwar sind alle sechs Unfälle mit Beteiligung von Auto- und Radfahrern passiert. Radler dürfen nämlich dort, wo die Itterstraße auf die Münchener Straße trifft, auch auf der linken Spur geradeaus Richtung Itter fahren. Autofahrer, die von der Münchener Straße nach rechts in die Itterstraße abbiegen wollen, werden über die querenden Radfahrer aus beiden Richtungen mit einem Schild gewarnt. Doch das scheint nicht auszureichen. Rein statistisch sind zehn Prozent aller Unfälle (63) im Stadtbezirk 9 mit Radfahrern an dieser Kreuzung passiert.

Mit dieser Zahl von gleichen Vorfällen wird sich nun auch die Unfallkommission in ihrer nächsten Sitzung im neuen Jahr beschäftigen und dabei gleich überlegen, wie man Abhilfe schaffen kann. Vielleichtt reicht es ja, das Schild zu versetzen. Decken regte zudem an, dass die BV 9 einen Mitarbeiter des Amtes für Verkehrsmanagement in die Sitzung einladen kollte. Denn dieses ist für den Umbau von Straßenflächen zuständig.

Das gilt auch für die sieben weiteren Unfallhäufungsschwerpunkte im Stadtbezirk 9. Das sind: Kreuzung Henkel-/Further-/Altenbrück-/Spanger Straße, Kreuzung Am Schönenkamp/Further Straße, Werstener Kreuz Nord, Kreuzung Am Schönenkamp/ Spandauer Straße, Kreuzung Further/Fürstenberger Straße, Kreuzung Schwarzer Weg/Am Buchholzer Busch.

Im Vergleich zum Gesamt-Stadtgebiet liegt die Zahl der Verkehrsunfälle im Stadtbezirk 9 deutlich niedriger.

Quelle: RP
 
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