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Kommentar
Angebot, das Sinn machen könnte

In anderen Großstädten läuft nach Angaben des SKFM ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot für Suchtkranke, das man sich für den Kamper Acker vorstellen kann, gut. Vor allem, wenn sich Methadonausgabe und der Treff räumlich nah beieinander finden. Nachdem der damalige OB Dirk Elbers, 2012 zum Kamper Acker kam, um einen Eindruck von der Situation zu bekommen, wurde vor allem der Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst verstärkt. Zudem wurde der Spielplatzbereich vergrößert, um eine Handhabe gegen Herumlungern zu haben. Manch ein Anwohner ist allerdings der Meinung, dass sich nichts gebessert habe.

Umso wichtiger ist der Ansatz, zu versuchen, die Menschen von der Straße zu holen, ihnen das Gefühl zu geben, dass auch sie etwas wert sind in der Gesellschaft und dass es sich für sie lohnt, den langen und harten Weg zu gehen, abstinent zu werden. Doch es sollten endlich Taten folgen. Auf das Suchthilfekonzept zu warten, an dem nun vier Jahre gearbeitet wird, scheint da wenig förderlich. Stand Anfang 2016: Nach den Sommerferien will die Verwaltung dem Ausschuss einen ersten Ergebnisbericht vorstellen. Wie lang mag da erst eine Umsetzung dauern?

Einen Start des Angebots werden dann vielleicht einige der Betroffenen nicht mehr erleben. Von selbst löst sich das Problem aber nicht. Es kommen unweigerlich Menschen nach, die in der Gesellschaft keinen Fuß gefasst haben. Soll das Projekt doch einfach mal starten. (rö)

andrea.roehrig@rheinische-post.de

Quelle: RP
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