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Holthausen
Ein Bolzplatz für Holthausen

Holthausen. Auf einer Brachfläche an der Geeststraße will die Stadt den Platz bauen. Von den Kosten, die eine viertel Million Euro betragen, trägt das Land 60 Prozent aus dem Projekt "Soziale Stadt", den Rest steuert die Stadt bei. Von Andrea Röhrig

Erst im Dezember teilte die Verwaltung den Stadteilpolitikern in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 mit, dass nach einem geeigneten Standort für einen Bolzplatz in Holthausen gesucht wird. Und so schnell kann es manchmal gehen: In der morgigen Sitzung der BV 9, 16 Uhr, Benrather Rathaus, soll das Gremium bereits die Ausführung und Finanzierung des Projektes beschließen. Für rund eine viertel Million Euro soll aus einer Brachfläche an der Geeststraße ein Bolzplatz entstehen.

Den Löwenanteil der Kosten (60 Prozent) in Höhe von 254.000 Euro übernimmt das Land, die Stadt steuert die fehlenden 100.000 Euro bei. Baubeginn könnte bereits diesen Herbst sein, die Bauzeit soll drei Monate betragen. Möglich gemacht werden kann das Projekt vor allem dadurch, dass die Stadt mit Stadtteilbereichen von Wersten und Holthausen an dem Förderprogramm "Soziale Stadt" teilnimmt. Der Bolzplatz Reusrather Straße in Wersten war innerhalb dieses Programms eines der ersten Projekte, die umgesetzt werden konnten. Im November 2013 wurde er feierlich mit einem Fußball-Turnier in Betrieb genommen. Seither wird der Platz von den Kindern und Jugendlichen der Siedlung gut genutzt.

Das haben natürlich auch die Mitglieder des Arbeitskreises Holthausen gesehen. Das ist ein Zusammenschluss von Holthausener Einrichtungen, Vereinen, Schulen und Initiativen. Aus ihren Reihen kam der Wunsch nach einem Bolzplatz im Stadtteil ähnlich dem in Wersten. Fündig wurden Planungs- und Gartenamt nahe der Geeststraße. Dort gibt es eine Brachfläche zwischen der Pumpstation der Wasserwerke und der Kita an der Kaldenberger Straße, auf der nun der eingezäunte Bolzplatz mit einer Spielfeldgröße von 20 mal 40 Meter entstehen soll. "Es wurde ein Standort für den Bolzplatz ausgewählt, der einerseits zentral in der Nähe der Wohnungen liegt und andererseits nicht zu einer Lärmbelästigung führt", heißt es in der Vorlage der Stadt für die Politik.

Im Vorfeld der Planung wurde laut Stadt ein Lärmschutzgutachten für die vorgesehene Fläche erstellt, so dass die Lage des Bolzplatzes entsprechend der Lärmimmissionsgrenzwerte platziert werden konnte. Die Planung des Bolzplatzes ist laut Verwaltung so konzipiert, "dass er nur zum Fußballspielen genutzt wird und zeitlich uneingeschränkt bespielt werden kann", schreibt die Verwaltung in der Beschlussvorlage für die BV 9.

Um zu klären, ob die künftigen Nutzer das Angebot auch annehmen werden, gab es im März gemeinsame Planungstermine mit Jugendlichen, die die Freizeiteinrichtung "Kamper 17" nutzen. Die Jugendlichen hätten als Belag für den Bolzplatz eine wassergebundene Decke favorisiert. Die vorgeschlagene Alternative, Asphalt aufzutragen, sei für sie aufgrund der hohen Verletzungsgefahr ausgeschieden.

Auch die Leitung der angrenzenden Kita an der Kaldenberger Straße wurde an der Planung beteiligt. Es seien Bedenken bezüglich Ruhestörung durch den Aufenthalt von lärmenden Jugendlichen geäußert worden, heißt es. Diese hätten dadurch ausgeräumt werden können, dass Weg und Aufenthaltsbereich entlang des Bolzplatzes auf die Seite des Wasserwerks verlegt wurden. Die Gestaltung des Bolzplatzes sei so konzipiert, dass dieser in unmittelbarer Sichtbeziehung und Anbindung zum vorhandenen Kinderspielplatz geplant ist.

Ein gepflasterter Weg schließt an den Eingangsbereich des Kinderspielplatzes an der Geeststraße an und verbindet ihn barrierefrei mit dem Bolzplatz. Eine Verlängerung des Weges führt an der östlichen Längsseite des Platzes vorbei und mündet auf den vorhandenen Rad- und Fußweg entlang der Münchener Straße. Somit wird laut Gartenamt eine zweite wichtige Anbindung an eine stark frequentierte Wegeverbindung geschaffen.

Die dichte Brombeerhecke zum Kitagelände soll nicht nur erhalten bleiben, sondern noch durch weitere Sträucher ergänzt werden. Die Brombeerhecke in Richtung Kinderspielplatz soll gerodet werden, um den Platz einsehbar zu gestalten. Die freien Flächen um den Platz herum sollen zum Teil als Spielwiese nutzbar gemacht werden. Die restlichen Freiflächen werden als Wildwiese ausgebaut. Acht Bäume sind auf der Fläche als Neupflanzung vorgesehen.

Quelle: RP
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