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Holthausen
Eine Foto-Ausstellung, die ohne Worte auskommt

Holthausen. Im Holthausener "Zentrum plus" sind die Bilder noch bis zum 19. Juni zu bestaunen.

Das Motto "Wir sagen jetzt mal nichts" ist im Fall dieser Ausstellung wörtlich zu nehmen. Bei den von Holthausener Freizeit-Fotografen abgelichteten Darstellern war nonverbale Kommunikation gefragt. Die Bilder dieses Kultur-mobil-Projektes sind seit Donnerstag in einer Ausstellung im Zentrum plus in Holthausen an der Henkelstraße zu sehen.

Ohne (gesprochene) Worte war dann zunächst auch die Begrüßung bei der Ausstellungs-Eröffnung. Tonlos drehten sich die Fotografen mit den Rücken zu den Besuchern. Sie hatten sich den Willkommens-Text mit Blättern angeheftet. Dann wurden die Fotografien feierlich enthüllt.

Mit ihrer Kamera sind Karl-Heinz Barbian, Manfred Einig, Jakob Gerresheim und und ein weiterer Fotograf vergangenes Jahr durch Holthausen gezogen und haben eng mit diesem Stadtteil verbundene Personen fotografiert. Ihre 16 Models sollten mit Gestik und Mienenspiel Holthausen betreffende Fragen Stellung nehmen. Entstanden sind aus diesem Projekt eindrucksvolle Moment-Aufnahmen.

So ließ sich Iris Winthövel, die lange in Holthausen als Sozialarbeiterin tätig war, zu der Frage nach dem Lieblingsplatz im Stadtteil, losgelöst mit weit ausgebreiteten Armen auf einem Baumstamm sitzend, fotografieren. Und der Bezirksbeamte Uwe Eisemann blickt zu der Frage. "Wie sieht ihre Zukunft in Holthausen", schulterzuckend etwas ratlos in die Kamera. Der Henkel-Werksleiter hielt als Antwort auf "was wäre der größte Verlust für sie hier im Stadtteil" eine Packung Persil dem Fotografen entgegen.

Die Idee zu dieser Foto-Aktion kam von Gila Becker, die die Holthausener Kultur-mobil-Projekte künstlerisch betreut. Gemeinsam mit der Foto-Gruppe hatte sie "Wir sagen jetzt mal nichts" in der Ideen-Werkstatt des "Zentrum plus" entwickelt. Mit den unterschiedlichen Aktionen der Kulturgruppe wollen die Akteure mit Bewohner des Stadtteils ins Gespräch kommen. Dies habe auch in diesem Fall sehr gut funktioniert, fand Freizeit-Fotograf Karl-Heinz Barbian. Durch das Projekt habe er einige Holthausener näher kennengelernt, schilderte er während der Ausstellungs-Eröffnung seine Erfahrungen. Die Bilder sind noch bis zum 19. Juni (Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr) im "Zentrum plus"zu sehen.

(kult)
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