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Holthausen
Gefunkt hat es beim Skaterhockey

Holthausen. Inline-Skaterhockey ist seit vielen Jahren die große Leidenschaft von Janine und Kjell Wilbert. Momentan trainieren beide eine der Mannschaften der Rams. Von Marie Dawin

Im Sportpark Niederheid tummeln sich am Abend wieder zahlreiche Sportler. Für die Inline-Skaterhockey Spieler der Düsseldorfer Rams steht das wöchentliche Training auf dem Programm. Auch Familie Wilbert hat sich an diesem Abend in der Trainingshalle eingefunden. Eigentlich ist das nichts Ungewöhnliches, denn Kjell Wilbert ist bereits seit mehreren Jahren Trainer bei den Rams.

Früher feierte der Düsseldorfer als Spieler der Nationalmannschaft und siebenfacher Deutscher Meister mit den Rams große Erfolge. Im Augenblick coacht der 43-Jährige die erste Herrenmannschaft des Vereins. Über einen Aufstieg, zurück in die Bundesliga, würde er sich freuen. "Es ist toll, dass ich meine Erfahrung und Wissen weitergeben kann. Für mich ist der Sport auch nach all den Jahren immer noch eine große Leidenschaft. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn wir es zurück in die Bundesliga schaffen. Wir sind ja gerade erst abgestiegen", sagt Wilbert.

Doch nun schnuppert auch seine Frau Janine erste Trainer-Luft. Geplant war ihr Engagement in der Ersten Damenmannschaft und amtierenden Deutschen Meister jedoch nicht, wie die 32-Jährige erzählt: "Momentan ist die eigentliche Trainerin krankheitsbedingt verhindert. Ich wurde dann gefragt, ob ich übernehmen kann. Da ich selber schon seit Jahren bei den Damen spiele, war das für mich kein Problem."

Bisher gibt sich die Medizinische Fachangestellte optimistisch. Doch um an den Erfolg und die letzten fünf Meistertitel anzuknüpfen, kommt auf die Mannschaft und die Vertretungstrainerin viel Arbeit zu. "Ende vergangenen Jahres haben uns einige Leistungsträger verlassen. Wir haben viele junge und neue Spielerinnen. Wir sind zurzeit noch in einer Art Findungsphase und müssen uns neu orientieren", sagt Wilbert.

Dass sie einmal eine Inline-Skaterhockey-Mannschaft trainieren würde, damit hätte Janine Wilbert nie nicht gerechnet. "Bevor ich bei den Rams angefangen habe, war ich Kunstturnerin. Irgendwann hat mein Bruder mich mit zum Hockey genommen, und ich habe es einfach ausprobiert. Ich fand den Sport dann so gut, so dass ich direkt dabei geblieben bin", sagt sie.

Besonders gefällt der Düsseldorferin der Kontakt zu den anderen Spielern: "Kunstturnen ist auch ein toller Sport, jedoch macht mir Teamsport mehr Spaß. Zudem finde ich den Austausch zwischen den Generationen sehr schön."

Bei den Rams lernte sie dann auch Ehemann Kjell kennen. Sie war Spielerin, er war Trainer. Die Liebe zum Sport begleitet beide bis heute, was man am Trainingsabend auch an ihrer Kleidung erkennt. Denn die ganze Familie - inklusive ihren beiden Töchtern Leni und Malin - trägt blaue Kapuzenpullover mit dem rot-weißen Rams-Logo.

Ob ihre zwei Kinder irgendwann mal Inliner-Skaterhockey spielen, steht aber noch nicht fest, sagt Kjell Wilbert: "Leni ist fünf und Malin erst drei. Momentan probieren sie noch viele Dinge aus. Kunstturnen gefällt ihnen beispielsweise gut. Sie schauen zwar oft und gerne bei unseren Spielen zu, aber ob sie selber einmal mit Hockey anfangen, bleibt ihnen überlassen."

Denn auch Wilbert wurde nicht mit Skater- sondern mit Eishockey der DEG groß. "Ich habe in jungen Jahren oft bei Spielen der DEG zugesehen. Jedoch wollte ich einen Sport machen, den ich das ganze Jahr spielen kann. Das ist bei Eishockey leider nicht der Fall. So kam ich dann zum Inliner-Skaterhockey. Mit meiner Entscheidung bin ich bis heute sehr zufrieden", sagt Trainer Kjell Wilbert.

Quelle: RP
 
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