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Holthausen. Hafen-Ausbau: Bürgerbeteiligung wegen technischer Probleme verlängert. Von Andrea Röhrig

Eigentlich läuft die Frist für Einwendungen gegen den Ausbau des Reisholzer Hafens am Donnerstag ab. Wer seine Anregungen und Bemerkungen online über die Internetseite des Stadtplanungsamtes machen will, scheitert derzeit aber leider kläglich. Wer den Link (www.duesseldorf.de/planung/index.shtml) nimmt, der in der zur Veranstaltung verteilten Broschüre steht, wird darüber informiert, dass die gewünschte Seite nicht gefunden werden konnte. Hintergrund ist der völlig neue Internetauftritt der Stadt.

Bedauerlicherweise sei die Bürgerbeteiligung über das zusätzliche Online-Formular durch ein technisches Problem beim externen städtischen IT-Dienstleister temporär inaktiv. Es werde mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet, damit die Online-Beteiligung schnellstmöglich funktioniert. Damit keine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verloren geht, wird die Frist bis über das Ende der Sommerferien hinaus verlängert, nahm die Stadtverwaltung gestern auf Anfrage unserer Redaktion Stellung. Bislang habe das Stadtplanungsamt Anregungen, Ideen oder auch Beschwerden zur Bauleitplanung Reisholzer Hafen per Mail, in Briefen oder auch bei Sprechstunden erreicht, heißt es in der Mail weiter.

Die Bürgerinitiative "Hafenalarm" hat ihre Stellungnahme zu den Plänen nicht nur per Brief an das Stadtplanungsamt geschickt, sondern auch öffentlich gemacht. In dieser ist sie der Ansicht, dass die Behauptung der Stadt, dass der Ausbau des Hafens nur eine erhöhte Verdichtung der Verkehre im direkten Hafen-Umfeld nach sich ziehe und im weiteren Umfeld - laut Stadt unter anderem auf den Autobahnen rund um den Düsseldorfer Süden - für eine Entlastung sorge, "nachweislich falsch" sei. Die Menschen in den Wohnhäusern Am Trippelsberg, Karweg und an der Reisholzer Werftstraße könnten sich jetzt schon auf über 1200 Lastwagen pro Tag, 40 Containergüterzüge von 350 Meter Länge, Impulslärm durch Stapelarbeit, Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide rund um die Uhr bei Flutlicht einrichten, heißt es in der Stellungnahme.

Unter einem Ausbau - der Hafen soll ein Containerterminal bekommen - würden die Naturschutz- und FFH-Gebiete, die Jücht, der Zonser Grind, der Schlosspark Benrath, die Urdenbacher Kämpe, der Rhein leiden. Zudem werde die Wohnqualität in Himmelgeist, Itter, Holthausen, Benrath sinken. Als Folge - so prognostizieren es die Sprecher der Bürgerinitiative - werden die Immobilienwerte in den Keller gehen, nicht nur in den Himmelgeister Neubaugebieten, sondern auch von der Schönen Aussicht über das Diepental bis zum Benrather Schlossufer.

Laut "Hafenalarm" müsse eine Alternativplanung für den Reisholzer Hafen her - mit Gewerbe, Gastronomie und Kunstszene bei einem behutsamen Hafenausbau. Zudem regt die Initiative an, die Hafengebäude aus der Jahrhundertwende im Hafen unter Denkmalschutz zu stellen.

Die Neuss-Düsseldorfer Häfen planen auf dem Hafengelände auf einer Fläche von 34 Hektar den Ausbau der jetzt schon bestehenden Hafenfunktionen wie Schwer- und Schüttgut bei einem gleichzeitigen Bau eines Containerterminals, im ersten Schritt mit zwei Kränen und in einem möglichen zweiten Schritt mit weiteren zwei Kränen.

Quelle: RP
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