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Holthausen
Kultur pur ab morgen auf dem Kamper Acker

Holthausen. Um 16 Uhr ist die Eröffnung des "40-Grad-Urban-Art-Festival". Zwei Wochen lang bieten Künstler auf dem Platz in Holthausen Workshops, Kunstaktionen und Mitmachangebote. Der Aufbau beginnt heute. Von Rosalia Pavlakoudis

Es ist ein grauer, verregneter Tag, der Kamper Acker strahlt Trostlosigkeit aus, zwei Kinder spielen gelangweilt auf dem kleinen Spielplatz. Kimberly (10) findet, dass in ihrer Nachbarschaft nichts los ist. Sie und ihr gleichaltriger Freund Paul sind deshalb begeistert, dass ab morgen zwei Wochen lang auf dem Platz das "40-Grad-Urban-Art-Festival" stattfindet. Es ist die dritte Auflage in Düsseldorf. Eröffnung ist um 16 Uhr.

Zwei Wochen lang bieten Künstler Workshops, Kunstaktionen und Mitmachangebote. Der Aufbau beginnt heute. Im Zentrum der Veranstaltung steht die farbliche Gestaltung des Regenrückhaltebeckens mit seiner Fläche von 1300 Quadratmetern. Veranstalter des Festivals ist Klaus Klinger mit seiner Gruppe "Farbfieber".

Kimberly freut sich, dass sich in Holthausen etwas bewegt, das auch für Kinder geeignet ist: "Kinder brauchen auch mal Freiraum von den Eltern und können sich dort austoben." Paul stimmt eifrig zu: " Ich habe meinen Vater auch schon gefragt, ob ich morgen hingehen darf."

Seit Dienstag steht ein Info-Container auf dem Festivalgelände. In dem gibt Thomas Bourry von 13 bis 19 Uhr Auskunft und steht Anwohnern für Fragen zur Verfügung. Er sagt, dass die Bewohner der Umgebung sich auf das Event freuten. Besonders Kinder und Jugendliche, die auf dem Spielplatz ihre Freizeit verbrächten, kämen vorbei und stellten neugierig Fragen. "Die Kinder sind vor allem davon begeistert, selbst mitmachen zu dürfen. Die Jungs, die zum Fußballspielen auf den Kamper Acker kommen, interessieren sich besonders für Graffiti. Die finden das cool."

Allerdings komme es bei den Anwohnern auch zu Verwirrung, gibt Bourry zu. Er gehört nämlich nicht dem Veranstalter "Farbfieber" an, sondern ist Mitglied des Kooperationsprojektes "Transurban". Dieses betreut das 40-Grad Festival.

Ziel von Transurban ist es, Kunst im urbanen, öffentlichen Raum zu finden, zu dokumentieren und eine digitale Datenbank anzulegen. Das versuchen sie, interessierten Bürgern näherzubringen, die in den Container kommen. Diese wollen sich aber über das Festival informieren, so dass die Kommunikation häufig schief läuft.

Ob es nicht sinnvoller wäre, einen Vertreter von "Farbfieber" vor Ort zu haben, der über das anstehende Festival informiert? Dazu erklärt Klaus Klinger: "Das ist mit den minimalen finanziellen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, leider nicht möglich. Trotzdem sollten die Leute von Transurban natürlich vernünftig Auskunft über das Event geben können." Da bis jetzt jedoch etliche Flyer verteilt worden sind, ist Klinger davon überzeugt, dass am morgigen Samstag zahlreiche Besucher zur Eröffnung kommen werden.

Quelle: RP
 
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