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Holthausen
Play-off-Finale der Rams-Damen am Sonntag in Niederheid

Holthausen. Nach dem Modus Best-of-three benötigt die Mannschaft zwei Siege, um Deutscher Meister zu werden. Von Helmut Senf

Als neunmaliger Deutscher Meister startet das Bundesliga-Damenteam des ISC Düsseldorf Rams am Sonntag um 17 Uhr in das Play-off-Finale. Nach dem Modus Best-of-three werden zwei Siege zum Titelgewinn benötigt. Zuletzt viermal in Folge durften sich die Landeshauptstädterinnen als Meister feiern lassen. Gegnerinnen sind diesmal die Spreewölfe Berlin, die sich nach zwei Siegen in drei Halbfinalbegegnungen gegen die Bockumer Bulldogs erstmals für die Endspielrunde qualifiziert haben. Das Team von Trainer Kjell Wilbert war als Vorrunden-Erster mit zwei Siegen gegen den Viertplatzierten Crash Eagles Kaarst seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Die Rams blicken auf eine erfolgreiche Vorrunde zurück, obwohl Leistungsträgerinnen wie die Schwestern Jana und Mia Bagusat sowie Top-Keeperin Caro Walz und das 18-jährige Talent Vena Kanters den Clubs während der Saison verlassen haben. "Wir hatten einen guten Saisonstart", resümiert Wilbert. Nach sieben Spieltagen waren die Düsseldorferinnen für die Play-Offs qualifiziert. Die Ausfälle konnten einigermaßen gut verkraftet werden. Wilbert: "Spielerinnen, die 2015 noch in der zweiten Reihe standen, haben sich enorm entwickelt."

Rebecca Ramackers, ehemals Bockumer Bulldogs, und die 14-jährige Melina Kokoras aus der eigenen Jugend sind die Walz-Nachfolgerinnen auf der Torhüterposition. Für Defensiv-Power sorgen seit Jahren Kira Riepe, Susanne Schwedt und Maren Krämer. Vor zwei Jahren hat Nachwuchstalent Jule Klement den Sprung in die Erstligaformation geschafft. Seit Saisonbeginn gehört die eishockey-erfahrene Franziska Vahl zu den Verteidigerinnen.

Für Captain und Abwehr-Urgestein Nadine Joisten neigt sich eine erfolgreiche Karriere definitiv dem Ende. Die inzwischen 39-Jährige, die an allen Titeln der Rams beteiligt war, hört zum Saisonende auf. Je nach Verlauf der Finalrunde könnte für Joisten schon am Sonntag ihr letzter Heimspiel-Auftritt stattfinden. Ein weiterer Titelgewinn würde ihr den Abschied gewiss versüßen.

In der Offensive kann Wilbert auf Elena Unterlöhner, Lina Meder, Kira Kanders und Janine Wilbert sowie Jungtalent Julia Baumgartner bauen. Neben Riepe ist Baumgartner die Top-Scorerin bei den Rams. "In den bisherigen Play-off-Begegnungen hat Julia jedesmal selbst getroffen und Treffer vorbereitet", zollt Wilbert Lob.

Mit den Spreewölfen haben die Rams im Finale allerdings noch eine hohe Hürde zu nehmen. In der Vorrunde verbuchten beide Kontrahenten beim Aufeinandertreffen jeweils einen Sieg vor eigener Kulisse. Die Gäste agieren bekanntlich technisch stark und lassen den Ball gut laufen.

Verstärkt haben sich die Berlinerinnen mit Kelsey Soccio, der Tochter vom Eishockey-Profi Lenny Soccio (Hannover Scorpions), die sich neben dem Eishockey auch dem Skaterhockey verschrieben hat, und jüngst im Halbfinalspiel gegen die Bulldogs erstmals für die Spreewölfe zum Einsatz kam.

Quelle: RP
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