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Holthausen
Play-offs: Rams müssen nachsitzen

Holthausen. Lange Gesichter gab es nach der Schlusssirene des zweiten Play-off-Halbfinalspiels im Damen-Inline-Skaterhockey auf Seiten der gastgebenden Rams in der Konrad-Henkel-Halle im Sportpark Niederheid. Von Helmut Senf

Lautstark jubeln durfte der Anhang der Devils aus Langenfeld. 2:4 hatte sich das Team von Trainer Kjell Wilbert in einer kampfbetonten Auseinandersetzung dem Nachbarschaftsrivalen geschlagen geben müssen. Unplanmäßig - denn der deutliche 9:3-Auswärtserfolg der Rams im Hinspiel ließ eigentlich einen problemlosen Finaleinzug des achtmaligen Deutschen Meisters erwarten. Das Entscheidungsspiel findet am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr, in der Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld statt.

Die Gäste agierten konsequent defensiv und den Landeshauptstädterinnen fiel bis bis auf ein unermüdliches Anrennen auf das Tor der Devils-Keeperin Eva Schmachtenberg einfach zu wenig ein, um das gegnerische Bollwerk zu knacken. Statt eines ideenreichen Kombinationsspiels der technisch überlegenen Rams gab es in der Offensive überhastete Abschlüsse aus der Distanz, die an der dicht gestaffelten Abwehr abprallten oder das Ziel verfehlten. Die Devils konterten zudem jederzeit blitzschnell und torgefährlich und setzten Caro Walz vor dem Rams-Gehäuse immer wieder unter Druck.

Selbst die frühe Führung von Jana Bagusat, die nach Zuspiel von Kira Riepe per Bauerntrick einnetzen konnte (5.), brachte zunächst keine Linie in die Aktionen der Gastgeberinnen. Die Langenfelderinnen wirkten in den Zweikämpfen bissiger und kamen in der Schlusssekunde eines Überzahlspiels bei einem schnellen Gegenstoß durch Lisza Fink nicht unverdient zum Ausgleich (16.). Erst kurz vor Drittelende überzeugten die Rams vorübergehend mit flüssigen Kombinationen. Ausgerechnet in dieser Phase glückte Stefanie May die Gäste-Führung (20.).

Im Mittelabschnitt präsentierten sich die Rams in den Zweikämpfen energischer, diktierten weiterhin klar das Geschehen und nahmen die Devils-Torfrau unter Dauer-Beschuss. Belohnt wurde das unermüdliche Anrennen mit dem Ausgleichstreffer durch Kira Kanders, die ein Zuspiel von Maren Krämer verwertete (31.). Anschließend hätte Jana Bagusat die Rams in einer Unterzahlsituation beinahe in Führung gebracht (36.). Im Schlussdrittel agierten die Devils nicht mehr so schwungvoll, ohne dass die Gastgeberinnen daraus Kapital schlagen konnten. Der Abwehrriegel der Langenfelderinnen war an diesem Tag einfach nicht zu knacken. Die Devils blieben bei Konter-Attacken stets torgefährlich.

Per Alleingang markierte May mit ihrem zweiten Treffer die erneute Gäste-Führung (45.). Und als wenig später auch Fink der zweite Tagestreffer glückte (47.), war die Begegnung entschieden. "Uns ist heute zu wenig eingefallen, um das Abwehrbollwerk der Devils zu knacken", resümierte Coach Wilbert, der dem Entscheidungsspiel jedoch optimistisch entgegensieht.

Quelle: RP
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