| 00.00 Uhr

Holthausen
Politik will Angebot am Kamper Acker

Holthausen. Die Stadt soll dort ein Hilfe-Zentrum für Drogenabhängige aufbauen.

Manchmal beweist Politik, dass sie gemeinsam etwas erreichen kann. Für den Gesundheitsausschuss hatten sich die Mitglieder im Vorfeld auf einen interfraktionellen Änderungsantrag verständigt, der beschlossen wurde. Es geht um den Aufbau eines Betreuungsangebotes am Kamper Acker für "opiatabhängige Konsumenten mit dem Lebensmittelpunkt im Düsseldorfer Süden", das die Stadtverwaltung nun prüfen soll. Geld dafür gibt es, denn durch die Schließung der städtischen Methadon-Abgabestelle 2018 an der Flurstraße, können die fünf Beschäftigten woanders eingesetzt werden.

Bereits im Juni 2016 hatte der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in der Bezirksvertretung ein Konzept zur Betreuung der Menschen vorgestellt, die sich den ganzen Tag über am Kamper Acker aufhalten und dabei dem Alkohol zusprechen. Doch dafür gab es bei der Ampel keine Mehrheit. Hintergrund ist, dass es an der Itterstraße eine Praxis gibt, die Substitutionsmittel an Süchtige ausgibt. Vielen Holthausenern ist die Szene ein Dorn im Auge. Mehrere Ansätze zur Vertreibung der Menschen von diesem Ort wurden geprüft. Zuletzt waren auch alle Stadtteilpolitiker der Meinung, dass man die Männer und Frauen nicht einfach verjagen, sondern sie betreuen sollte.

(rö)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Holthausen: Politik will Angebot am Kamper Acker


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.