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Holthausen
Premiere für das erste Fahrrad-Spielmobil

Holthausen. Florian Langfeld von der Klarenbach-Gemeinde möchte mit dem ersten Düsseldorfer Spiele-Rad alte und junge Holthausener zusammenbringen. Er wünscht sich mehr Radfahrer im Viertel. Von Silja Thoms

Ein leuchtend grünes Fahrrad, beladen mit Spielsachen wie Pedalos, Hula-Hoop-Reifen, Fuß- und Basketbällen und vielem mehr, steht in der Mitte des Spielplatzes am Kamper Acker.

Dort geht das erste Düsseldorfer Spielerad morgen um 16 Uhr an den Start. In Zukunft wird Sozialpädagoge Florian Langfeld von der evangelischen Klarenbach-Gemeinde mit dem Fahrrad regelmäßig montags und donnerstags an zwei Holthausener Spielplätzen stehen.

Kinder und Familien sind eingeladen die Spielsachen zu nutzen und zusammen zu spielen. "Es geht um das gemeinsame Spielen und darum ins Gespräch zu kommen", sagt Langfeld.

Mit im Gepäck ist auch immer der Naschgarten - eine kleine Auswahl an Kräutern aus dem Obst- und Gemüsegarten der Klarenbach-Gemeinde. "Die Kinder können entdecken, wie Kräuter überhaupt schmecken", erklärt der Sozialpädagoge sein Vorhaben. Viel Natur habe man in der Stadt eben weniger.

Während die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben können, plant Langfeld, den Eltern Kaffee und Tee anzubieten. "Dafür habe ich im Spielewagen immer Kannen dabei. Denn schließlich will ich auch mit den Eltern ins Gespräch kommen", sagt der Sozialpädagoge. Er möchte erfahren, was die Menschen in Holthausen beschäftigt, welche Wünsche, Klagen und Ideen sie haben. "Und im Einzelfall könnten wir versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden", sagt Langfeld. Für Ideen und Anregungen habe er immer ein offenes Ohr, "und ich habe immer einen kleinen Notizblock dabei", fügt er hinzu.

Aber er ist nicht nur dafür da, sich Sorgen und Nöte anzuhören, sondern möchte unterhalten. Sein Ziel ist es das Fahrrad im Stadtteil salonfähiger zu machen. Er will die Holthausener motivieren mehr mit dem Fahrrad zu fahren. Die Kinder, die am Donnerstag mit ihrem eigenen Rad kommen, erhalten sogar ein kleines Überraschungsgeschenk.

Allein kann Langfeld das Vorhaben aber nicht umsetzen. Deshalb sucht die evangelische Kirchengemeinde noch weitere freiwillige Helfer.

Zusätzlich besteht die Überlegung, mit dem Zentrum-plus in Holthausen zu kooperieren und damit generationsübergreifende Projekte zu ermöglichen.

Mit Hilfe der Finanzierung durch das Förderprogramm "Soziale Stadt" NRW Wersten/Holthausen konnte die Gemeinde das Projekt ins Leben rufen.

Quelle: RP
 
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