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Holthausen
Rams-Damen gewinnen erstes Finalspiel

Holthausen. Das erste Duell im Inline-Skaterhockey um die Deutsche Meisterschaft gewannen die Düsseldorferinnen zu Hause mit 5:3. Am Samstag können sie mit einem Sieg in Berlin den Sack zumachen. Abschied von Captain Nadine Joisten. Von Helmut Senf

Ein hochklassiges erstes Inline-Skaterhockey-Finalduell lieferten sich die Play-off-Kontrahenten ISC Düsseldorf Rams und Spreewölfe Berlin in der Konrad-Henkel-Halle im Sportpark Niederheid. 5:3 besiegten die neunmaligen Titelgewinnerinnen die Gäste aus der Bundeshauptstadt und verschafften sich mit ihrem 2:1/1:1/2:1-Heimerfolg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag in Berlin. In einer temporeichen Auseinandersetzung überzeugten die Gastgeberinnen mit unermüdlichen Angriffsaktionen. Die Spreewölfe bewiesen Konterstärke und hielten die Partie bis zur Schlusssirene offen.

Vor Spielbeginn herrschte Gänsehaut-Stimmung, als Rams-Spielführerin Nadine Joisten mit großem Applaus, Dankesrede und Blumenstrauß am Ende ihrer zwanzigjährigen erfolgreichen Karriere verabschiedet wurde. "Wir werden Dich vermissen" war auf einem der Spruchbänder zu lesen, mit welchen fleißige Hände die Hallenwand hinter der Spielerbank geschmückt hatten. Nach dem Einlauf der von Bambini begleiteten Spielerinnen ertönte anlässlich des Saison-Höhepunkts erstmals feierlich die Nationalhymne.

Die Rams diktierten von Beginn des Auftaktdrittels an das Geschehen und schnürten die Berlinerinnen bei ihrem ersten Final-Auftritt in der eigenen Hälfte ein. Gäste-Keeperin Laura Doria stand mächtig unter Beschuss. Mit einem direkt verwandelten Freistoß brachte Kira Kanders die Rams in Führung (13.). In der Folgezeit agierten die Spreewölfe in den Zweikämpfen bissiger. Allerdings ließen sich die Rams nicht aus dem Konzept bringen. Auf Vorarbeit von Maren Krämer baute Kanders die Führung mit einem entschlossenen Winkelschuss aus (18.).

Kurz vor Drittelpause nutzte Gäste-Captain Vanessa Gasde ein Überzahlspiel zum Anschluss (20.). 49 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Kira Riepe, nach Zuspiel von Jule Klement, den alten Abstand wieder her (21.).

Dann allerdings dominierten vorübergehend die Gäste. Mit einem platzierten Schuss von der Mittellinie traf Gasde zum 3:2 (28.). Glück für die Rams, dass Keeperin Melina Kokoras wenig später den möglichen Ausgleich mit einer Glanztat verhinderte (31.). Trainer Kjel Wilbert reagierte auf den Durchhänger mit einer Auszeit und mahnte seine Spielerinnen zu mehr Körpereinsatz. So fanden die Rams wieder in die Partie zurück. Julia Baumgartner verpasste - nach Querpass von Riepe - einen Torerfolg nur knapp (36.).

Anfangs des Schlussabschnitts besaß Joisten, die von der laufstarken Riepe diagonal bedient worden war, eine Einschusschance (41.). Torjubel gab es wenig später bei den Gäste-Fans. Nach Vorlage von Melanie Barth schaffte Lara Fischer den zwischenzeitlichen Ausgleich (47.). In der packenden Schlussphase lieferten sich beide Teams verbissene Zweikämpfe. Ausgerechnet die scheidende Spielführerin Joisten erzwang die Vorentscheidung, als sie, von Riepe bedient, aus der Drehung abzog und zum 4:3 traf (55.). Baumgartner schließlich machte den Erfolg perfekt, als sie eine sehenswerte Kombination der Düsseldorferinnen zum 5:3 abschloss (58.). "Noch ist nichts entschieden", warnte Wilbert vor übertriebenem Optimismus. "In Berlin erwartet uns ein ganz schweres Spiel."

Das Rückspiel ist am Samstag, 19. November, in Berlin (16 Uhr). Bei einem dortigen Sieg der Spreewölfe im Rückspiel findet das entscheidende dritte Final-Spiel in Düsseldorf statt.

Quelle: RP
 
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