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Holthausen
SFD-Läufer feiern 40-Jähriges

Holthausen. Die Leichtathletik-Abteilung des SFD hat sich 1976 gegründet. Vor allem Gemeinschaft ist ihr wichtig. Von Anna Girke

Bergauf, bergab, durch Sand oder Matsch, im Wald und im Stadion. Seit der Gründung der Leichtathletik-Abteilung vor 40 Jahren vom Verein für Sport und Freizeit Düsseldorf-Süd (SFD'75), trainieren die Läufer in und um den Sportpark Niederheid. Doch in den Jahren hat sich einiges verändert.

"Mittlerweile haben wir mehr als 300 Mitglieder", erklärt Leichtathletik-Trainer und Sportwart Bernd Zahlten (54). "Vor 20 Jahren waren es noch 170", fügt er hinzu. Der SFD ist mit 3700 Mitgliedern der größte Sportverein Düsseldorfs. Er besteht aus zwölf Sportschienen, die Leichtathletik-Abteilung ist eine davon.

Christel Schwabe (75) hat sie mitgegründet. "Ich bin stolz, dass die Abteilung dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen hat", sagt Schwabe. "Ich fühle mich der Leichtathletik sehr verbunden, es ist wie ein Heimatsgefühl", sagt die 75-Jährige. Zu ihren schönsten Erinnerungen zählen die Crosslauf-Weltmeisterschaften 1977, die der damalige Trainier Jürgen Klein organisierte. "Da sind wir zum ersten Mal als Gemeinschaft gelaufen", erinnert sich Schwabe. Ein Jahr später veranstaltete der SFD'75 dann seinen ersten Martins-Lauf. "Wir hatten damals einen Bäcker im Verein, da haben wir die Weckmänner für den Lauf selbst gebacken", sagt die 75-Jährige. Der Lauf findet auch noch heutzutage statt, am 6. November starten rund 3000 Sportler, anschließend gibt es für jeden einen Weckmann. "Das ist viel Arbeit", sagt Leichtathletik-Trainer Bernd Zahlten. "Von den 120 Helfern sind fast alle selbst Mitglieder", erklärt der Sportwart.

Gemeinschaft wird hier groß geschrieben. Die vermittelte auch der langjährige Trainer Jürgen Klein, der im vergangenen Jahr starb. "Er hatte immer eine besondere Beziehung zu den Schülern", sagt Zahlten. Das kann auch Christel Schwabe bestätigen. "Er konnte die Läufer motivieren, egal in welcher Altersklasse", sagt sie.

Persönlich gekannt hat ihn auch Petra Maak (52). Bei den Deutschen-Crosslaufmeisterschaften 1982 in Neuss belegte die damals 17-Jährige, noch unter ihrem Mädchennamen Sander, als erster SFD- Athlet den ersten Platz. "Jürgen Klein hatte selbst keine Kinder und war deshalb wie ein Vater für uns", sagt die 52-Jährige, die jetzt beim Sportbund Rhein-Kreis-Neuss tätig ist. "Er hat uns vor allem sportliche Werte wie Pünktlichkeit und Disziplin vermittelt", sagt sie. Und das mit Erfolg. "Aus allen Läufern ist etwas geworden", meint Maak. Sie hat noch viel Kontakt zu den SFD'lern.

Diese Werte-Vermittlung spielt auch heute noch eine große Rolle. "Ich sage zu meinen Schülern immer: Erst die Schule, dann der Sport", erklärt Trainer Zahlten. Außerdem bemüht sich der Verein um Integration. "Wir haben bei uns in der Leichtathletik-Abteilung einen ehemaligen Flüchtling" Er gehöre zu den besten Läufern und habe sich sehr gut eingelebt, sagt Zahlten.

Solche Erfolge, sportlich wie zwischenmenschlich, feiert die Leichtathletik-Abteilung zu ihrem 40-Jährigen, wenn auch eher im kleinen Kreis. "Ich wünsche dem Verein, dass das die Gemeinschaft und das Miteinander erhalten bleiben", sagt Christel Schwabe. Und den Athleten selbst? "Den wünsche ich natürlich Gesundheit. Und vor allem Spaß am Sport", fügt Leichtathletik-Trainer Bernd Zahlten hinzu. Und den haben sie bestimmt. Sei es beim Training im Wald oder Stadion, bei den nächsten Crosslauf-Meisterschaften oder am 6. November, beim alljährlichen Martins-Lauf.

Quelle: RP
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