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Holthausen
Tischtennis-Passion seit fast 40 Jahren

Holthausen: Tischtennis-Passion seit fast 40 Jahren
Stefan Göbel in seinem Element. Seit fast 40 Jahren spielt er nun schon beim SFD' 75 Tischtennis, war Trainer und leitet inzwischen die Tischtennisabteilung. FOTO: olaf staschik
Holthausen. Auch Stefan Göbel wird heute mit dem SFD'75 zusammen dessen 40-jähriges Bestehen feiern. Er selbst spielt im Verein fast genauso lange Tischtennis. Den Sport hat er ins Herz geschlossen und betreibt ihn noch auf hohem Niveau. Von Maximilian Krone

Heute feiert der SFD'75 sein 40-jähriges Bestehen. Fast genauso lange ist inzwischen auch Stefan Göbel mit dabei. Der 59-Jährige ist eines von 3500 Mitgliedern, die der Club inzwischen zählt und betreut die Tischtennisabteilung des Vereins. Er war noch Student, als er mit 20 Jahren seine Passion entdeckte. "Ich habe mit einem Kumpel angefangen. In einer Garage", sagt er. Irgendwann wollten beide dann im Verein spielen. "Genommen wurde aber nur er, mich wollten sie nicht", berichtet Göbel schmunzelnd. Die Gründung des Vereins für Sport und Freizeit kam ihm dann gerade recht. "Durch eine Anzeige bin ich dann auf den SFD gekommen und geblieben."

Gegründet wurde der Club als Zusammenschluss der Sportvereine Tura Holthausen und SC-Reisholz sowie die Werkssportgruppen von Henkel. "Die brauchten noch Leute. Zu Beginn war ich einer der wenigen, der kein Henkelaner war", sagt Stefan Göbel. Angefangen hat der Verein mit zwei Tischtennis-Mannschaften. "Inzwischen haben wir sechs Herrenmannschaften und drei Jugendmannschaften. Zusammen sind wir 95 Mitglieder und fast ausgelastet."

Seit 2001 leitet der Lehrer für Englisch und Geografie nun schon die Abteilung und das erst als zweiter Leiter überhaupt. "Mein Vorgänger war zugleich auch der erste Leiter der Abteilung. Das macht den Verein auch aus: Der Zusammenhalt und die Kontinuität", sagt Göbel. Vieles fände außerhalb des Platzes statt. "Ich habe hier viele Freunde, und es macht einfach Spaß, sich mit ihnen zu treffen und zu spielen." Gerne erinnert er sich an frühere Fahrten mit seinen Mitspielern. "Eines der Highlights war sicherlich das Europa-Pokal-Spiel der Fortuna gegen Barcelona in Basel. Damals sind wir mit ein paar Mann in einen Bus hingefahren. Dank den Kontakten zu Henkel hatten wir auch super Plätze. Das war schon ein Erlebnis", schwärmt der passionierte Fortuna-Fan.

Auch sportlich erlebte Tischtennis während der 40 Jahre eine abwechslungsreiche Zeit. "Früher hatten wir noch eine gute Damenmannschaft. Inzwischen ist Damentischtennis fast verschwunden", berichtet er. Bei der Jugend läuft es besser. Immerhin spielte die Jugendmannschaft im vergangenen Jahr in der zweihöchsten Jugendklasse. Das freue ihn besonders, denn er ist nicht nur aktiver Spieler und Abteilungsleiter, sondern war bis 2012 auch 33 Jahre lang Trainer. "Die Jugendarbeit ist besonders wichtig, gerade bei einem Sport wie Tischtennis, der eher im Abseits steht."

Das Training überlässt er inzwischen Jüngeren, aber spielen will er weiterhin. "Tischtennis kann man bis ins hohe Alter spielen. Mein Vorgänger hat noch bis kurz vor seinem Tod mit 79 Jahren Meisterschaftsspiele bestritten", sagt Stefan Göbel. Auch er denke noch nicht ans Aufhören. "Solange ich kann, freue ich mich jedes Mal auf ein gutes Spiel mit meinen Freunden und Bekannten", so der stellvertretende Schulleiter des Riehl-Kolleg.

Eine Empfehlung hat er auch. Denn wem das Läuferische nicht so sehr läge, der sei in seinem Sport auch nicht verkehrt. "Darauf kommt es beim Tischtennis gar nicht so sehr an. Vielmehr ist Ballgefühl, Konzentration, Schnelligkeit und Frustrationstoleranz gefordert. Denn am Anfang geht auch einiges schief", sagt Stefan Göbel. Außerdem müsse man gewillt sein, auch Übungen außerhalb der Spielplatte zu machen.

Quelle: RP
 
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