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Holthausen
Waffeln backen für Walnussbaum

Holthausen. Von Back-Erlösen kauften die Angehörigen der Gerda-Henkel-Kita einen Baum.

Waffeln im Tausch gegen einen Walnussbaum. So könnte in Kürze die Aktion der Gerda-Henkel-Tagesstätte in Holthausen beschrieben werden. Die Kita-Verantwortlichen wollten nach dem Pfingstorkan "Ela" ein Zeichen setzen und sich ebenfalls am Projekt "Neue Bäume für Düsseldorf" beteiligen. Dazu wurden im vergangenen Jahr Waffeln und Plätzchen verkauft. Gestern haben rund 70 Kinder den rund 600 Euro teuren Walnussbaum am Kamper Acker eingepflanzt. Finanziert wurde er aus den Verkaufserlösen der Waffeln.

"Die Kinder haben den Sturm hautnah miterlebt und waren ziemlich geschockt. Zumal direkt vor der Kita ein Baum umstürzte. Wir haben uns dann gefragt, was wir nach dem Sturm machen könnten. Da kamen wir dann auf diese Idee", meint Marion Jäkel, Leiterin der Kita. Ebenfalls am Projekt beteiligt war die Awo-Kita "Marie Juchacz" aus Eller, für die Walnuss in Holthausen zukünftig ein Ausflugsziel sein soll.

Der Baum steht nun am Ende des Kamper Ackers auf einer Wiese. Diese will die Kita künftig auch für Projekte nutzen. "Wir möchten am Beispiel des Baumes die frühkindliche Erziehung im Bereich Natur ausbauen", sagt Jäkel.

Dies fing schon beim Einpflanzen des Baumes an. Es wurde fleißig geschippt und zum Teil auch Fragen über den Baum gestellt. Diese konnten von den Mitarbeitern des Gartenamtes, die ebenfalls vor Ort waren, beantwortet werden. Etwa, wann der Baum, der einen Menschen bereits überragt, die ersten Früchte trage. "Wenn die Kinder anfangen zu arbeiten, werden hier die ersten Walnüsse hängen. Also in etwa 15 Jahren", erklärt einer der Mitarbeiter. Die Baumsorte wurde vom Gartenamt ausgesucht. "Die haben da einfach mehr Ahnung uns wissen, welcher Baum wo hin passt", meint Marion Jäkel.

Das nächste Natur-Projekt hat die 56-Jährige auch schon im Blick. Der Innengarten der Gerda-Henkel- Kita soll wieder Betrieb genommen werden. Somit werde nach der Baumpflanzung das Thema "Natur" fortgeführt. Dazu bringt jedes Kind eine eigene Pflanze mit. "Die Kinder lernen somit bereits sehr früh mit den Ressourcen der Erde verantwortungsvoll umzugehen", sagt Marion Jäkel.

(kro)
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