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Holthausen
Zwillingspaar der Rams geht auf Titeljagd

Holthausen. Marc und Tom Sprengnöder spielen beim Düsseldorfer Inline-Skaterhockeyclub in der U19-Mannschaft. Am Wochenende wollen sie für Deutschland die Europameisterschaft holen. Von Helmut Senf

Für Marc und Tom Sprengnöder könnte an diesem Wochenende ein Traum in Erfüllung gehen - der Traum vom Europameistertitel. Die Neusser Zwillingsbrüder, die beim Düsseldorfer Inline-Skaterhockeyclub Rams als Verteidiger und Stürmer der U19 angehören, sind in den Kader der deutschen Junioren-Nationalmannschaft berufen worden. Die trifft am 21. und 22. Oktober in Iserlohn in der dortigen Heidehalle als Mitfavorit bei der Junioren-Europameisterschaft auf drei Konkurrenzteams aus Dänemark, Österreich und der Schweiz.

"Wir sind stolz, für Deutschland spielen zu dürfen", verkünden die beiden 17-jährigen Jungtalente unisono, die seit 2014 in den Nachwuchsteams der Rams ihrer Hockey-Leidenschaft frönen. Im Alter von sieben Jahren haben die Brüder beim Neusser EV mit dem Eishockey begonnen, wo sie aktuell in deren U19 auch weiterhin übers Eis flitzen. Die Lust auf Inliner wurde 2010 durch einen Freund bei den Uedesheim Chiefs geweckt. "Bei den Rams gab es für uns aber anschließend die sportlich bessere Perspektive", begründet Marc den Wechsel zum namhaften Club in die Landeshauptstadt. Immerhin spielen die Holthausener gerade um den Wiederaufstieg in die erste Liga. "Beim Skaterhockey ist das Tempo höher und es fallen mehr Tore", beschreibt Tom den Unterschied zum Hockey auf Kufen. "Außerdem gibt es mehr Zweikämpfe." Auf Lehrgängen und im NRW-Auswahlkader haben sich die Zwillinge für internationale Aufgaben empfohlen. "2016 hat es noch nicht geklappt", erinnert sich Marc an die im Vorjahr verpasste Chance. Jetzt sind beide glücklich über ihre Berufung und wollen nach sieben langen Übungsjahren als Höhepunkt ihrer Nachwuchszeit bei der bevorstehenden EM das Finale erreichen und den Titel gewinnen. "Etwas Besseres gibt es nicht", verrät Marc.

Ihrem Zwillingsdasein stehen beide äußerst positiv gegenüber. "Es ist ein Vorteil, wenn man immer jemanden an seiner Seite hat, der einen versteht und auf den man sich absolut verlassen kann", betont der um fünf Minuten jüngere Tom. Allerdings gleichen die Brüder nicht in allen Dingen einander. Während sich Marc beim Hockey aufs Verteidigen spezialisiert hat und als zweikampfstarker Abwehrakteur mit dem Blick für eine effektive Spieleröffnung gilt, geht Tom im Angriff auf Torejagd und glänzt in der Offensive vor allem als Vorlagengeber. In der Schule, wo sie 2018 ihr Abitur machen, nennt Marc Sport als Lieblingsfach, Tom steht auf Geschichte.

Und charakterlich? "Tom ist eine Nervensäge, sehr ehrgeizig und folglich besser in der Schule als ich", urteilt Marc ohne zu zögern. Im Gegensatz zu seinem erkennbar vorlauteren Bruder gibt sich Tom eher als der Stillere von beiden. Beim Lustigsein hingegen herrscht wiederum Einigkeit. Witze machen beide gern. Und beide schätzen die abwechslungsreiche Küche von Mama Yvonne. Das brüderliche Fazit lautet: "Wir mögen uns mehr, als wir zugeben wollen."

Bei den Rams steht der Wechsel in den Seniorenkader bevor. In der Reservemannschaft konnten Marc und Tom erste Spielerfahrung sammeln. "Zur ersten Mannschaft zu gehören ist unser sportliches Ziel", erklärt Marc. Der Gewinn des EM-Titels dürfte eine passende Empfehlung sein.

Quelle: RP
 
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