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Hubbelrath
Egbert Hupp sorgt für Kaiserwetter

Hubbelrath. Das Fest der Hubbelrather Schützen beendete die Regentschaft von Kaiser Egbert Hupp. Der neue König ist Gerhard Gärtner. Von Sebastian Kalenberg

In den vergangenen drei Jahren hatte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Hubbelrath Pech mit dem Wetter - stets regnete es zu den Feierlichkeiten. Passend zum diesjährigen Schützenfest und dem Amtsabtritt von Kaiser Egbert Hupp, strahlte die Sonne das gesamte Wochenende über dem kleinen Stadtteil: "Kaiserwetter", wie Hupp schmunzelnd feststellte.

Entspannt saß Egbert Hupp gestern Morgen zum Frühschoppen im Festzelt auf seinem Platz und genoß ein letztes Mal so richtig die Zeit als "Kaiser" des Vereins. Im vergangenen Jahr holte der heute 54-Jährige den Vogel beim Königsschießen runter. Weil es nach 2001 allerdings bereits das zweite Mal war, dass Hupp dieses Kunststück gelang, durfte er sich im vergangenen Jahr "Kaiser von Hubbelrath" nennen. Ein Titel, der ihm augenscheinlich sehr gut gefallen hat, deutete man sein Grinsen an diesem Sonntagmorgen neben seiner Kaiserin Stephanie Wunderlich: "Es war ein sehr entspanntes Jahr, kein Vergleich zu meiner ersten Amtszeit 2001", meinte Hupp und richtete sein Lob weiter an das Adjutanten-Team: "Mir wurde das ganze Jahr super unter die Arme gegriffen, so dass ich die Zeit in vollen Zügen genießen konnte."

Keine 100 Meter braucht Egbert Hopp von seinem Wohnhaus zum Schützenzelt. Er ist ein "Eingeborener", wie er selber von sich sagt. In Hubbelrath geboren und aufgewachsen, ist er mit 14 Jahren den Schützen beigetreten und nun seit 40 Jahren Mitglied: "Ich bin damit groß geworden - ebenso wie meine Kaiserin Steffi. Obwohl es sowas eigentlich nicht gibt, war es für uns tatsächlich das perfekte Jahr," schwärmte der scheidende Kaiser über seine zweite Amtszeit. Nun freut er sich allerdings darauf, etwas kürzer treten zu können. "Ich denke, ich habe mein Soll erfüllt, vor allem weil ich ja obendrein bis Oktober noch Bezirkskönig sein werde und zudem das Amt des Bezirksschießmeister inne habe."

Mit ihren 70 aktiven Mitgliedern sind die Hubbelrather Schützen ein sehr kleiner Verein am Rande Düsseldorfs. Aber eben das macht für Hupp und viele andere im Festzelt den Charme aus. "Hier kennt man sich untereinander und es läuft sehr familiär ab. Sowas kann kein anderer Verein bieten - schon gar nicht aus den städtischen Bereichen." Zudem ist das Schützenfest auch immer wieder ein jährlicher Anlass für ehemalige Hubbelrather in die geliebte Heimat zurückzukehren. "Zum Fassanstich am Freitag und dem Königsabend am Samstag war das Festzelt bis zum Rand gefüllt", beschrieb Geschäftsführer Michael Bertelsmann.

Auch das Königs- und Prinzenschießen war am Samstag um 18 Uhr von vielen Zuschauern begutachtet worden. In einer schnellen Entscheidung setzte sich Gerhard Gärtner innerhalb von 30 Minuten durch und ließ sich mit seiner Königin Renate Teschke zum neuen Schützenpaar krönen. Vorschusslorbeeren bekam Gärtner bereits von jemandem, der das Amt nun ganz genau kennt: "Gert ist ja auch schon ewig im Verein - ich glaube sogar schon länger als ich! Wir kennen uns gut und er wird das Amt super weiterführen", sagte Noch-Kaiser Hupp über seinen Nachfolger.

Quelle: RP
 
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