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Hubbelrath
Feuerwehr übt Hilfe bei Unfällen mit Bahn

Hubbelrath. Hubbelrather Einsatzkräfte lernen die wichtigsten Handgriffe auf dem Betriebshof der Rheinbahn.

In Hubbelrath fährt keine Straßenbahn. Aber vielleicht kommt ja doch eines Tages die Anbindung an die Bergische Kaserne, wenn dort die von Oberbürgermeister Thomas Geisel für 2020 angekündigte Wohnbebauung realisiert wird. Da kann es nicht schaden, für alle Eventualitäten im Allgemeinen und den Ernstfall im Besonderen gerüstet zu sein, dachte man sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hubbelrath und übte jetzt die Technische Hilfeleistung bei einem Unfall mit Straßenbahn auf dem Betriebshof der Rheinbahn.

Dort erklärten den Hubbelrather Feuerwehrleuten zwei Experten der Rheinbahn, die speziell für die Unterstützung bei Verkehrsunfällen mit Straßenbahnen ausgebildet sind, auf welche Maßnahmen bei einem Einsatz besonders zu achten sei. Nach einer ausführlichen Erläuterung zur allgemeinen Funktionsweise der in Düsseldorf fahrenden Straßenbahnen wurde den zwei Dutzend Teilnehmern der Übung die für eine Rettung aus Sicht der Feuerwehr wichtigen Handgriffe gezeigt. Dabei ging es unter anderem um das Lösen der Feststellbremse einer verunglückten Straßenbahn und das Entkoppeln zweier Schienenfahrzeuge sowie die Durchführung einer Spannungsprüfung mit anschließender Heißerdung. Ebenso wurden diverse Möglichkeiten zum Ansetzen von hydraulischen Rettungsgeräten in der Praxis umgesetzt.

Wie wichtig derartige Übungen sind, hat zum Beispiel der Unfall mit einer Straßenbahn im November 2014 am Südpark gezeigt. Die Bahn der Linie U79 war entgleist und umgekippt, der zweite Wagen auf den ersten gekracht. Zehn Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, einer schwer. Insgesamt hatten sich 29 Fahrgäste in den beiden Wagen befunden. Rund 40 Minuten dauerte es, bis der letzte Fahrgast aus der Tram geborgen worden war.

(arc)
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