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Hubbelrath
Im Bergischen Viertel steigt die Angst vor Einbrüchen

Hubbelrath. Nein, wirklich sicher fühlen sich die Bewohner im Osten der Stadt nicht. Zu viel sei in letzter Zeit passiert, da sind sich die Besucher, die an diesem Abend in die Scheune von Gut Cones kommen, sicher. Eingeladen hat der Bürgerverein Bergisches Viertel. "Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Autos in unserem Viertel nimmt zu. Bei einem Vorfall war sogar eine Waffe im Spiel, das verunsichert die Menschen", sagt Vereinschef Andreas Goßmann. Gekommen sind die Polizei und ein Unternehmer aus der Sicherheitsbranche. Gut 60 Zuhörer hören zu, stellen Fragen. Von Jörg Janssen

Im März will die Polizei landesweit neue Zahlen präsentieren. Goßmann und viele Zuhörer aus dem Stadtbezirk sind sicher: Wieder wird die Statistik einen Anstieg bei Einbrüchen in Wohnungen und Kraftfahrzeugen belegen. Vor allem organisierte Banden, viele von ihnen mit Rückzugsräumen in Ost- und Südosteuropa, sorgten dafür, dass die Zahlen von Jahr zu Jahr stiegen. Einen Trend, den Polizeisprecherin Susanna Heusgen mit Blick auf Wohnungseinbrüche bestätigt. "Wer für ganz Düsseldorf die beiden Jahre 2014 und 2015 miteinander vergleicht, stellt einen weiteren Anstieg fest." Trotzdem stimmen Fakten und subjektive Einschätzungen nicht immer überein. Wer nachschaut, wie viele Einbrüche es im Zeitraum 1. Januar bis 25. Februar in den Stadtteilen Ludenberg, Hubbelrath und Grafenberg im vergangenen und in diesem Jahr gegeben hat, erlebt eine Überraschung. "Die Zahl in 2016 liegt unter der von 2015 - ein Rückgang", sagt Susanna Heusgen. Freilich sei dies eine Momentaufnahme, die noch keine Gesamteinschätzung erlaube. "Im März wissen wir mehr."

Wer sich schützen will, für den halten Polizei und Experte an diesem Abend ein paar goldene Regeln bereit: Fenster und Türen professionell sichern, Alarmanlagen immer bei einem Sicherheitsdienst aufschalten, Anwesenheit mit Hilfe von Zeitschaltuhren vortäuschen. Empfehlenswert: ein Besuch der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, Luisenstraße 2, Tel. 0211-870-6868.

Quelle: RP
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