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Hubbelrath
Springturnier ohne Leistungsdruck

Hubbelrath. Auf dem Uhlenhof in Hubbelrath gingen am Wochenende bei schönstem Frühlingswetter 400 junge Springreiter an den Start. Von Isabel Klaas

Es war ein Wochenende wie gemalt, an dem sich die jungen Springreiter im Pferdezentrum Uhlenhof zum U-25-Springturnier trafen. Über den sanften grünen Hügeln des Niederbergischen schien die Sonne, während der Reiternachwuchs mit herausgeputzten Pferden die Hindernisse nahm. "400 Meldungen haben uns positiv überrascht", sagte Hans Willi Weber, Chef des Reiterhofs, der an der Grenze zwischen Erkrath und Hubbelrath liegt. "Das sind 100 mehr als beim Turnier 2015", sagte er erfreut. "So darf das weitergehen."

Nicht nur Marie Ligges, Enkelin des Ex-Olympiaspringreiters Fritz Ligges, und mit 16 Jahren schon eine sehr erfahrene Reiterin, war von den Bedingungen auf dem Uhlenhof angetan: "Sehr gute Bodenverhältnisse, nicht zu trocken und nicht zu nass, nicht zu eben. Der Turnierplatz ist groß genug und hat eine tolle ländliche Umgebung. Da nimmt man gerne die eineinhalb Stunden Anfahrt in Kauf." Auch viele andere Reiter schwärmten von der guten Organisation und der Umgebung. In der Tat herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre ohne Leistungsdruck. Fritten, Hotdogs und Rosmarin-Kartöffelchen mümmelnd beobachteten Eltern und Geschwister von Holzbänken auf der Wiese aus die grazilen Reiterinnen, die auf edlen Pferden eine gute Figur machten. Ein perfektes Bild an diesen ersten Frühlingstagen, an dem blühende Bäume die passende Kulisse für ein schönes Turnier abgaben. Dazu gab es dezente Hintergrundmusik.

Viele Helfer unterstützten die Veranstaltung unter anderem an der Meldestelle und in der Scheune an der Essensausgabe. Auch dort ging alles reibungslos vonstatten. "Wir haben viele Freiwillige hier. Das hat mittlerweile eine Eigendynamik entwickelt, da muss ich mich kaum noch kümmern", sagte Weber.

Lukas Pauly war an diesem Wochenende einer der wenigen Jungen unter all den Mädels. Das machte dem jungen Reiter aus Essen aber keine Angst. "Das bin ich aus den Reitställen gewöhnt", sagte der 15-Jährige und ließ charmant eine Zahnspange aufblitzen. Das A-Springen hatte er mit einem halben Zeitfehler schon hinter sich gebracht. Er war zufrieden mit dem Pferd und mit sich. Danach folgte noch das L-Springen mit seinem Holsteiner Wallach Caju, der mit 16 Jahren im besten Mannesalter ist. Da in seiner Familie auch Schwester und Mutter reiten, hat sich auch Lukas diesem Hobby verschrieben.

Die meisten Reiter zwischen acht und 25 Jahren gingen gleich mehrmals mit verschiedenen Pferden an den Start. Laurien Dietrich (21) aus Ratingen reitet seit dem siebten Lebensjahr. Sie wartete mit Soublimo des Gree auf den Einsatz. Das routinierte zehnjährige Pferd ist eine Schönheit und mit seiner gehäkelten und verzierten Fliegenhaube über der dunklen Stirn ein echter Hingucker. In der L-Klasse war Laurien beim letzten Sprung mit einem anderen Pferd ein Fehler unterlaufen. Das machte sie aber nicht nervös. "Ich habe ja heute noch eine zweite Chance", sagte sie zuversichtlich.

Quelle: RP
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