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Itter
Einmal Klompenkönigin sein

Itter: Einmal Klompenkönigin sein
Die Klompenkönigin Heike Schmitz mit ihrem Mann Berthold im Jägerstübchen in Itter. FOTO: anne orthen
Itter. Heike Schmitz ist mit den Schützen von Itter aufgewachsen. Von ihren Eltern hat sie das "Jägerstübchen" übernommen, das Vereinslokal der St.-Hubertus-Schützen. Von Maximilian Krone

Bei Heike Schmitz steigt langsam, aber sicher die Freude auf das kommende Wochenende. Dann ist Itter nämlich wieder fest in der Hand der St. Hubertus-Schützenbruderschaft, der sie schon fast ihr ganzes Leben angehört. Wenig verwunderlich, wurde die 51-Jährige doch in eine echte Schützenfamilie hineingeboren. "Mein Großvater war Schützenchef, mein Vater Regimentsschießleiter, ich bin mit dem Schützenfest quasi groß geworden", sagt sie. Zwar hat sie schon so einige Feste mitgemacht, doch dieses Jahr ist und war für sie etwas Besonders. "Ich bin amtierende Klompenkönigin. Das Jahr hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe viele Leute kennengelernt, das war schon super, eine ganz tolle Erfahrung", sagt sie. Nur eines würde dieses Erlebnis noch übertrumpfen, nämlich das Jahr, in dem sie an der Seite ihres Ex- Mannes Regimentskönigin war.

Mit ihrem jetztigen Mann ist sie seit neun Jahren verheiratet. Zusammen betreiben die beiden das "Jägerstübchen" in Itter; das Stammlokal der St. Hubertus-Schützen. "Hier finden alle Versammlungen statt und viele kommen auch privat gerne vorbei", sagt Heike Schmitz.

Vor ihr haben schon ihre Eltern die Gaststätte 22 Jahre lang betrieben. "Sie haben dazu eine alte Wohnung umgebaut und daraus die Gaststätte gemacht. Inzwischen haben wir sie nochmals erweitert", sagt sie. Denn dort, wo früher das "Café Neunzig" gewesen ist, kann heute auch gegessen und getrunken werden. Viele ihrer Gäste kennt die Wirtin persönlich. Das mache ihrer Meinung nach den Charme des Schützenfestes in Itter aus. "Hier kennt jeder jeden. Dieser dörfliche Charakter mitten in der Stadt gefällt mir sehr. Es ist fast so, wie ein großes Familienfest", sagt sie. Ihre eigene Familie setzt die Schützentradition aber (noch) nicht fort. "Meine Tochter wohnt nicht mehr in der Stadt, und mein Sohn macht derzeit seine Ausbildung und hat entsprechend wenig Zeit", sagt Schmitz. Das Interesse sei aber auch bei ihm da.

Auch ihr Mann musste den Weg in die Bruderschaft erst finden. "Ich komme ja nicht aus Itter, sondern bin zugezogen. An den Schützen führte aber kaum ein Weg vorbei, zumal meine Frau aus einer echten Schützenfamilie kommt", sagt Berthold Schmitz. Zwölf Jahre ist das nun schon her. Bereut hat er keines der Jahre. Genauso wenig seine Frau, die sich schon auf den Umzug, die Parade und als amtierende Königin auf den Klompenball freut.

Quelle: RP
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