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Düsseldorf
Ballerinen greifen nach der WM-Krone

Düsseldorf: Ballerinen greifen nach der WM-Krone
Die jungen Tänzerinnen aus der Ballettschule Kaiserswerth machten beim Deutschland-Finale in Fürstenfeldbruck eine gute Figur auf der Bühne. FOTO: privat
Kaiserswerth. Junge Tänzerinnen aus Kaiserswerth haben sich erneut für den Dance World Cup im Juni in Rumänien qualifiziert. Ida-Sofia Stempelmann wurde beim Deutschland-Finale zudem als hoffnungsvollstes Nachwuchstalent ausgezeichnet.

Die jungen Tänzerinnen der Ballettschule Kaiserswerth haben sich erneut für den Dance World Cup in diesem Jahr qualifiziert. Zwölf Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren dürfen nun am 27. Juni nach Bukarest fahren, um an dem weltweit größten Tanzwettbewerb für private Ballettschulen teilzunehmen. Insgesamt haben sich rund 18.000 junge Tänzer an den Qualifikationswettbewerben in 40 Ländern beteiligt. Gleich viermal landeten die Düsseldorferinnen beim Deutschland-Finale in Fürstenfeldbruck ganz oben auf dem Treppchen.

In den Gruppen-Kategorien Klassisches Ballett, Quartett Ballett und Fusion Ballett, einer Mischung aus modernem und klassischem Tanz, führte kein Weg an ihnen vorbei. Damit nicht genug: Die zwölfjährige Ida-Sofia Stempelmann, die als Solotänzerin in der Sparte Modern Dance eine Klasse für sich war, wurde aus den über 1000 Teilnehmern des Wettbewerbs mit dem Maija-Plissezkaija-Preis als hoffnungsvollstes Nachwuchstalent ausgezeichnet. Einen zweiten Platz gab es zudem für eine Gruppe im Bereich Nationaltanz sowie einen dritten im Quartett Ballett für Kinder.

Die Ballerinen aus Kaiserswerth konnten sich im Februar zunächst in Solingen bei einem der fünf deutschen Regionalausscheidungen durchsetzen, ehe sie jetzt mit den besten Nachwuchstänzern aus Deutschland am großen Showdown teilnehmen durften und sich für das internationale Finale qualifizierten. Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren Schülerinnen der Kaiserswerther Ballettschule in die Endrunde des Dance World Cups gekommen. Beim Finale 2013 konnte dann sogar eine Silbermedaille und im Vorjahr eine Goldmedaille errungen werden.

Katrin Hansen, Ballettlehrerin und Mitinhaberin der seit 33 Jahren bestehenden Ballettschule, rechnet sich deshalb auch in diesem Jahr gute Chancen aus. "Unsere Mädchen sind sehr vielseitig und müssen die Konkurrenz in den unterschiedlichen Kategorien, egal ob alleine oder im Gruppentanz, nicht scheuen. Wir zeigen zudem nicht nur klassisches Ballett, sondern legen einen nicht minder großen Wert auf den modernen Tanz", sagt Hansen. Seit vergangenen Sommer trainieren die Schülerinnen drei- bis fünfmal die Woche für den Wettbewerb, "in den Schulferien manchmal sogar öfter. Die Mädchen haben diesen Ehrgeiz, sich ständig weiterentwickeln zu wollen", erklärt Hansen.

Für den Dance World Cup haben sich die Kaiserswertherinnen viel vorgenommen. Besonders stark sei die Konkurrenz aus Spanien, Portugal und England. Da der Wettbewerb nur für private Ballettschulen gedacht ist, würden Osteuropäerinnen eher selten ganz vorne in den Siegerlisten auf. "Die bevorzugen in der Regel die klassische Ausbildung in staatlichen Schulen", weiß Katrin Hansen.

(arc/brab)
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