| 00.00 Uhr

Kaiserswerth
Eine Krankenstation mit viel Zuwendung und Gesprächen

Kaiserswerth. Florence Nightingale (1820-1910), die Pionierin der modernen Krankenpflege, hat einmal gesagt, dass Krankenpflege wie Kunst sei: sie erfordere eine ebenso große Hingabe wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Das trifft besonders auf die Arbeit mit Menschen zu, die nur noch eine begrenzte Lebenszeit haben und oft auch große Schmerzen. Von Semiha Ünlü

"Gespräche und Zuwendung nehmen hier viel Raum ein", sagt Schwester Christiane, die seit der Gründung der Palliativstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus auf der Palliativstation arbeitet, die jetzt zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Auch die Linderung von Schmerzen und Beschwerden sei wichtig, sagt die Palliativschwester und -koordinatorin.

"Wir sind keine Sterbestation", sagt Oberarzt Andreas Winter, "wir bereiten unsere Patienten auf die ambulante Palliativversorgung zu Hause oder im Hospiz vor." Dafür sei man eng mit den ambulanten Versorgungsstrukturen vernetzt, arbeite eng mit Palliativmedizinern und -pflegern, Psychoonkologen, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten, Musik- und Kunsttherapeuten, Seelsorgern sowie ehrenamtlichen Helfern zusammen. Gerade Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren Krankheit und einer begrenzten Lebenserwartung bräuchten eine gute individuelle Pflege und intensive Betreuung. "Wir wollen ihnen die verbleibende Zeit möglichst symptomarm gestalten und die Angehörigen in dieser finalen Phase unterstützen", sagt Chefarzt Joachim F. Erckenbrecht.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kaiserswerth: Eine Krankenstation mit viel Zuwendung und Gesprächen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.