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Kaiserswerth
Erinnerung an den Heiligen St. Suitbertus

Kaiserswerth. Die Feierlichkeiten beginnen am 7. September mit einem Vortrag von Manfred Becker-Huberti zu "Reliquien - Kult und Verehrung". Von Julia Brabeck

Mit einem umfangreichen Programm gedenkt der Pfarrverband Angerland/Kaiserswerth traditionell im September des Heiligen St. Suitbertus. Das allerdings erst seit rund 40 Jahren. Denn im Rahmen der Liturgiereform wurden die Feierlichkeiten zum Todestag von Suitbertus auf das Datum der Heiligsprechung am 4. September verschoben, da der Todestag immer in der Fastenzeit lag. Beginn der Feierlichkeiten ist in diesem Jahr am Donnerstag, 7. September, mit einem Vortrag im Suitbertushaus, An St. Swidbert 70. Manfred Becker-Huberti wird dann zum Thema "Reliquien - Kult und Verehrung" referieren. Beginn ist um 20 Uhr.

Am Sonntag, 10. September, wird zur Feier eines Hochamtes in die St. Suitbertus-Basilika am Stiftsplatz eingeladen, das vom Domkapitular Prälat Josef Sauerborn aus Köln zelebriert wird. Musikalisch gestaltet wird der Festgottesdienst vom Jugendchor St. Remigius unter der Leitung von Petra Verhoeven. Daran schließt sich mittags ein Gemeindetreffen bei Eintopf und Altbier auf dem Suitbertus-Stiftsplatz an. Um 15 Uhr wird Hans Müskens eine Führung durch die Basilika leiten. Von 16 bis 17 Uhr ist zudem das Spee-Archiv am Suitbertus-Stiftsplatz 11 für Besucher geöffnet. Um 19.30 Uhr beginnt eine Vesper mit der feierlichen Schrein- und Lichterprozession durch die Kaiserswerther Altstadt. Dafür wurde 2001 eigens ein Prozessionsschrein geschaffen, in dem die Gebeine des Heiligen umgebettet werden, da der Goldschrein zerfallsgefährdet ist und nicht mehr bewegt werden darf. Die Predigt wird Karl-Heinz Menke aus Bonn halten. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Choralschola St. Suitbertus unter der Leitung von Organist Winfried Kannengießer und ein Bläserensemble.

Der angelsächsische Mönch Suitbertus, der mit Mitbrüdern die Region zwischen dem Münster- und dem nördlichen Rheinland zum Christentum bekehrte, hat für Kaiserswerth eine besonders große Bedeutung. In Kaiserswerth hat er gewirkt und wurde dort auch begraben. Er hat dort ein Kloster errichtet und damit die damalige Rheininsel zur Missionsstation ausgebaut, in deren Umfeld sich rasch Handwerker, Bauern und Kaufleute ansiedelten. Während seiner Wirkungszeit wurde Suitbertus zum Bischof ernannt und rasch nach seinem Tod als heilig verehrt.

(brab)
 
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