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Kaiserswerth
Hilfe für den kleinen Pedro

Kaiserswerth. Der Achtjährige ist am Florence-Nightingale-Krankenhaus operiert worden. Von Julia Brabeck

Einem Jungen aus Angola konnte jetzt das Team der Klinik für Kinderchirurgie am Kaiserswerther Florence-Nightingale-Krankenhaus helfen. Mit Spendengeldern aus der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie ist Pedro (8) erfolgreich operiert worden. Nach mehr als eineinhalb Jahren in Deutschland ist er jetzt wieder gesund nach Hause zu seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern geflogen.

Pedro war über das Friedensdorf Oberhausen zur Behandlung an das Florence-Nightingale-Krankenhaus gekommen, nachdem er bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Angola schwere Verletzungen erlitten hatte. In seiner Heimat konnten die Ärzte ihn nur notfallmäßig versorgen. Damit der Achtjährige in Zukunft ein normales Leben führen kann, behandelte ihn der Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie Bertram Reingruber mit seinem Team.

"Bei dem Unfall in seiner afrikanischen Heimat war das Becken des Jungen zertrümmert worden, Darm und Harnröhre waren abgerissen. In Afrika versorgten die Ärzte ihn in einer Not-Operation, er bekam einen künstlichen Harn- und einen künstlichen Darmausgang", sagt Reingruber. Das verursachte aber zahlreiche Beschwerden, wie häufige Harnwegsinfekte und einen eingeklemmten Vorfall des künstlichen Darmausgangs. "Da mussten wir schnell operieren", sagt der Chefarzt. Dabei erhielt Pedro einen neuen künstlichen Darmausgang (Stoma). Eine letztlich aber nicht befriedigende Lösung.

"Wir haben lange überlegt, was für Pedro mittelfristig die richtige Versorgung ist. Aus meinen Hilfseinsätzen in Afrika weiß ich, dass die Kosten für eine Stomaversorgung eine afrikanische Familie in den finanziellen Ruin treiben kann", sagt Reingruber. Daher habe man sich entschieden, noch vor dem Rückflug des Jungen den künstlichen Darmausgang zu entfernen, "auch wenn der erst kürzlich rekonstruierte natürliche Darmausgang noch eine Zeit lang trainiert werden muss."

Der achtjährige Pedro kann nun dank der Förderstiftung ein normales Leben führen.

Quelle: RP
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