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Kaiserswerth
Kanalarbeiten sind unterbrochen

Kaiserswerth. Für Verwunderung bei den Anliegern der Straße An Sankt Swidbert sorgen zurzeit Arbeiten am Kanal. So wurde in der schmalen Straße zwar am Montag, 24. Juli, eine Baustelle eingerichtet, gearbeitet wurde seitdem aber nicht mehr. "Das liegt daran, dass an den folgenden Tagen Untersuchungen zur Kampfmittelfreiheit durchgeführt wurden. Die Auswertung dauert rund zwei Wochen. Wenn dort alles in Ordnung ist, können die Arbeiten am 8. August fortgesetzt werden", sagt Birgit Bremmenkamp vom Stadtentwässerungsbetrieb. Aber auch dann werden die Bürger nur wenig von den Arbeiten mitbekommen, denn diese werden aufgrund der beengten Platzverhältnisse und um die Einschränkungen für den Individualverkehr und die Anwohner zu minimieren, in geschlossener Bauweise, also unterirdisch ausgeführt. Dafür wird ein zwei Meter hoher und 1,50 Meter breiter Stollen angelegt. Insgesamt wird auf einer Länge von 55 Metern der Mischwasserkanal mit einem Durchmesser von bis zu 1,20 Metern erneuert.

Täglich schreiten die Arbeiten um rund 80 Zentimeter voran, so dass der Stadtentwässerungsbetrieb insgesamt mit einer Bauzeit von vier Monaten rechnet. Der Bau einer neuen Druckrohrleitung in der Umgebung des Pumpwerks Arnheimer Straße kann nach Auskunft des Stadtentwässerungsbetriebes ohne Verzögerung fortgesetzt werden. Dort waren vor zwei Wochen historische Funde entdeckt worden. Diese stufte der Archäologe der Stadt, Ralf Lommerzheim, und die Archäologin Kerstin Lehmann von der Firma Archbau als nicht erhaltenswert ein.

Dabei handelt es sich um Mauerreste und Keramikstücke, die aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen. "Wir bauen planmäßig weiter", heißt es seitens des Stadtentwässerungsbetriebes.

(brab)
 
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