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Kaiserswerth
Künstler würdigen Kaiserswerther Diakonissen

Kaiserswerth. Bis zum 13. Januar werden Fotos und Texte präsentiert. Von Semiha Ünlü

Als der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner (1800-1864) 1836 in Kaiserswerth eine Schule für Pflegerinnen gründete, legte er den Grundstein für die Professionalisierung der Pflege. Indem er unverheirateten, bürgerlichen Frauen einen Platz in der Arbeitswelt gab, revolutionierte er aber auch das Frauenbild. 180 Jahre später gibt es noch Diakonissen, die sogenannte Kaiserswerther Schwesternschaft: Sie ist über die Jahre geschrumpft, zählt zurzeit aber immerhin noch rund 100 Mitglieder.

Ihnen haben die beiden Künstler Wolfgang Morgenstern und Carina Icking die Ausstellung "Frauenporträts aus der Kaiserswerther Schwesternschaft" gewidmet. Im Mittelpunkt der Schau steht die Frage, wer diese Frauen sind und warum sie sich für das Leben und Arbeiten als Diakonisse entschieden haben. Auf der Suche nach Antworten haben Wolfgang Morgenstern und Carina Icking in Kaiserswerth mit berufstätigen Schwestern gesprochen und mit denen, die inzwischen in Rente sind und in den sogenannten Feierabendhäusern auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie leben.

Sie trafen die Schwestern zum Beispiel beim Gebet oder auch beim gemeinsamen Abendessen. "Jedes Mal begegneten uns Frauen, die zugleich bescheiden und stark in ihrer Persönlichkeit sind. Alle haben eine ganz eigene Selbstverständlichkeit, mit der sie sich für andere und für ihre Institution engagieren", sagt Wolfgang Morgenstern.

Aus den vielen Begegnungen sind Porträts der Schwestern und Texte entstanden, die zwischen morgen und Donnerstag, 13. Januar, täglich zwischen 8 und 20 Uhr im Hotel MutterHaus an der Geschwister-Aufricht-Straße 1 auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie präsentiert werden. Der Eintritt in die Ausstellung ist für Besucher frei. Keine Anmeldung.

Quelle: RP
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