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Kaiserswerth
Kunsthistorikerin stellt Suitbertus-Schrein vor

Kaiserswerth. Der um 1200 begonnene Schrein des Heiligen Suitbertus, der in der Suitbertus-Basilika in Kaiserswerth aufbewahrt wird, steht im Mittelpunkt eines Vortrags am 17. März, 19 Uhr, im Stammhaus am Kaiserswerther Markt 32.

Kunsthistorikerin Hildegard Schäfer wird die prachtvolle Lade vorstellen und diese mit anderen Reliquienschreinen vergleichen. Im kostbaren Suitbertus-Schrein, an dem über 60 Jahre lang gearbeitet wurde, sind seit 1264 die Gebeine des Heiligen Suitbertus aufbewahrt. Diese hatten bis zu diesem Zeitpunkt in einer Gruft geruht und wurde am Tag von Peter und Paul (29. Juni) in den Schrein umgebettet. Dieses Ereignis wird bis heute als Tag der "Erhebung der Gebeine in den Suitbertusschrein" gefeiert.

Das mit Edelmetallen verkleidete und reich mit Figuren und Architekturelementen geschmückte "Goldene Haus" zeigt unter anderem Suitbertus auf einem Thron, begleitet vom fränkischen Hausmeier Pippin und seiner Gemahlin Plektrudis, die Kaiserswerth an den Heiligen Suitbertus verschenkten. Der Schrein gehört zu den Hauptwerken der Goldschmiedekunst des 12. und 13. Jahrhunderts in Europa. Da der Schrein zerfallsgefährdet ist, darf er nicht bewegt werden. Darum wurde 2001 eigens ein Prozessionsschrein geschaffen, in dem die Gebeine des Heiligen zu besonderen Anlässen umgebettet werden. Der angelsächsische Mönch hat die Region zwischen dem Münster- und dem nördlichen Rheinland zum Christentum bekehrt. In Kaiserswerth hat er ein Kloster errichtet und damit die damalige Rheininsel zur Missionsstation ausgebaut, in deren Umfeld sich rasch Handwerker, Bauern und Kaufleute ansiedelten.

(brab)
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