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Kaiserswerth/Lohausen
Mehr PFT in der Nähe des Grundwassers

Kaiserswerth/Lohausen. Für eine Entwarnung beim Thema perfluorierte Tenside (PFT) rund um den Flughafen ist es definitiv zu früh. Das machte Dezernentin Helga Stulgies gestern im Umweltausschuss des Rates deutlich. An 240 Messstellen hatte die Verwaltung im vergangenen Herbst Proben genommen und sie anschließend untersucht. Zwar habe sich die von Verunreinigungen betroffene Fläche nicht wesentlich verändert, allerdings hätten sich innerhalb dieser Gebiete höhere PFT-Konzentrationen "in Grundwasserströmungsrichtung ausgebreitet". Damit sei klar: die Sanierung sowohl der Eintragsstellen als auch die Behebung der davon ausgehenden Grundwasserverunreinigung blieben vordringliche Aufgaben.

Ziel sei es, die weitere Verlagerung von PFT-belastetem Grundwasser vom Flughafengelände weg zu vermeiden. Im November hatte der Airport bereits eine großtechnische Grundwasseraufbereitungsanlage am Feuerlöschübungsbecken in Betrieb genommen. Im März 2016 sollen zwei weitere vergleichbare Anlagen, eine zur hydraulischen Abschirmung der PFT-Verunreinigung an der Feuerwache Nord des Flughafens und eine im Bereich der Unfallstelle der Atlas Air von 2005 am westlichen Ende der Südbahn, in Betrieb gehen. Zudem werden bis Mitte des Jahres mit dem Flughafen die Aktivitäten zur Bodensanierung an den Eintragsstellen abgestimmt. Die grüne Ratsfrau Iris Bellstedt stellte nochmals klar: "Der Flughafen als Verursacher ist in der Pflicht, für den Schaden aufzukommen und die Sanierung zu tragen."

(jj)
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