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Kaiserswerth
Neues Außengelände für Kita-Kinder

Kaiserswerth. Das Montessori-Kinderhaus bietet auf 1200 Quadratmetern Platz zum Toben.

Karla (5 Jahre), Julius (4) und 79 weitere Kinder des katholischen Montessori-Kinderhauses St. Suitbertus in Kaiserswerth scharren mit den Füßen. Bevor sie die neue Außenanlage mit eigenem U3-Bereich spielend in Besitz nehmen dürfen, müssen sie die offizielle Einweihungsfeier überstehen. Zum Glück und zum gemeinsamen Spaß haben die Kids auch dabei eine tragende Rolle. Zusammen singen sie ein extra getextetes Lied, zeigen den Eltern, wie die einzelnen neuen Spielgeräte funktionieren, und warten dann doch geduldig darauf, bis Pastor Oliver Dregger seine Rede beendet und das Außengelände mit Weihwasser gesegnet hat.

"Wenn man das so sieht, möchte man gerne selbst einmal die Rutsche nutzen", meinte Dregger augenzwinkernd. Dafür hätte sich der Geistliche aber weit hinten anstellen müssen, denn die Kinder hatten logischerweise Vorrang, machten genau das, wozu der 1200 Quadratmeter große Freiluftbereich neu gestaltet wurde. Gut, die Rasenfläche ist noch nicht nutztbar, weil das Grün erst wachsen muss, und im Kriechgang kann man noch aufracht entlang gehen, weil die Weiden erst, nachdem sie fest in der Erde verwurzelt sind, nach unten gebogen werden dürfen. Aber sonst ist alles voll nutzbar.

"Für die Kinder sind die Spielgeräte auch Herausforderungen. Sie können ihre Grenzen verschieben und Selbstbewusstsein entwickeln", sagt Kindertagesstätten-Leiterin Inge Bunse. Nicht nur sie hat drei Jahre lang sehnsüchtig auf dieses Außengelände gewartet: "Unsere Kinder kennen die nähere Umgebung sehr gut. Bisher sind die Erzieherinnen mit ihren Gruppen nämlich immer zu Spielplätzen in der Nähe oder zum Rhein gegangen." Das ist auch dank der planerischen Arbeit von Landschaftsarchitekt Burkhard Bunse (weder verwandt noch verschwägert mit der Tagesstättenleiterin) nicht mehr nötig. Gestaltet wurde ein Außengelände mit dem Schwerpunkt Naturspielräume, in denen die Kinder auch Rückzugsräume finden. Auf Metall und Kunststoffe wurde bei den Spielgeräten verzichtet.

(tino)
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