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Kaiserswerth
Schüler halten Erinnerungen an die NS-Opfer wach

Kaiserswerth. Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord europäischer Juden durch die Nazis. Am heutigen 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 72. Mal. Seit 1996 wird dieser Tag auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

Die grausamen Taten des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, das ist auch das Anliegen des Erzbischöflichen Suitbertus-Gymnasiums in Kaiserswerth. Seit sechs Jahren fahren deshalb Schüler gemeinsam mit Schulleiterin Claudia Haupt, Schulseelsorger Johannes Wirthmüller und weiteren Lehrern nach Ausschwitz. Im vergangenen Jahr war das Interesse der Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren so groß, dass sogar zwei Reisen stattfanden. Die sechstägige Fahrt wird durch das Erzbistum Köln, den Träger der Schule, und die Bethe-Stiftung unterstützt.

"Wir wollten dort Antworten finden auf Fragen wie: Wie konnte es zu solchen Taten wie den Massenmord an den Juden kommen? Was bedeuten die Ereignisse für uns heute? Wer waren die Menschen, die in den Konzentrationslagern gearbeitet haben?", sagt Schülerin Winona Gerten. Dazu wurden viele Gespräche auch mit einem Überlebenden von Auschwitz geführt. "Auch wenn die Fragen am Ende der Fahrt letztendlich nicht zu beantworten waren, entstand das Gefühl, das Geschehene doch besser verstanden zu haben", sagt Gerten.

(brab)
 
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