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Kaiserswerth
Streit um Humanität-Transparent

Kaiserswerth. Stadtteil-Politiker diskutierten über Zeichen für Respekt und Vielfalt.

Eine skurril anmutende Diskussion um ein Transparent führten die Mitglieder der Bezirksvertretung 5 (BV5) in ihrer jüngsten Sitzung. Emmanouil Mastrokoukos (Die Linke) hatte den Antrag gestellt, am Kaiserswerther Rathaus ein Spruchband mit der Aufschrift "Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lohausen, Stockum Wittlaer für Humanität, Respekt, Vielfalt", aufzuhängen.

Damit solle verdeutlicht werden, dass "der unsägliche Rassismus" von Dügida, Republikanern und AfD im Stadtteil nichts verloren habe. Der Antrag wurde aber mit den Stimmen der CDU und der Grünen abgelehnt.

"Die Bürger in Düsseldorfer Norden leisten hervorragende Arbeit für Flüchtlinge und Bedürftige. Solch ein Transparent würde sie denunzieren, da es etwas einfordert, was hier schon täglich gemacht wird", sagt Jürgen Gocht (Grüne).

Seiner Argumentation folgte auch die CDU. Das konnte die SPD aber nicht nachvollziehen. "Es ist eine verquere Argumentation, wenn unterstellt wird, dass durch solch ein Transparent die Willkommenskultur in Abrede gestellt wird", sagt Sebastian Krüger. Andere Stellen haben jedenfalls kein Problem mit dem Transparent. Am Düsseldorfer Rathaus war ein ähnliches durch die TV-Übertragung des Rosenmontagszuges voriges Jahr bundesweit zu sehen, und auch die Bezirke 8 und 10 haben sich ebenfalls mit großer Mehrheit für ein Transparent entschieden.

(brab)
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