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Kaiserswerth
"Stricknadelgeklapper verbindet"

Kaiserswerth: "Stricknadelgeklapper verbindet"
Barbara Hoffmann (links) ist Teilnehmerin beim Strickcafé, das von Monika Schult (rechts) von der Diakonie ins Leben gerufen wurde. FOTO: h.-j. bauer
Kaiserswerth. Häkeln und Stricken und das in Gesellschaft von Gleichgesinnten: Im Fronberghaus bietet die Kaiserswerther Familienakademie einen Stricktreff an. Von Carina Schulz

Wolle in den verschiedensten Farben, Strickmuster und zahlreiche Stricknadeln verteilen sich auf einem großen Tisch. Auch Barbara Hoffmann hält einen Wollfaden und Stricknadeln in der Hand und unterhält sich angeregt mit ihrer Sitznachbarin. Dabei strickt sie an einem neuen Pullover. Sie ist eine von etwa 40 Strickerinnen, die zum ersten Termin des Strickcafés im Fronberghaus gekommen sind. Der Treff für alle Häkel- und Strickbegeisterten ist das neue Angebot der Kaiserswerther Familienakademie. In Zukunft soll das Strickcafé regelmäßig an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat stattfinden. Die Kaiserswerther Buchhandlung unterstützt das Angebot mit einem kleinen Büchertisch mit aktueller Fachlektüre. Tee, Kaffee und Wasser werden gegen eine freiwillige Spende angeboten.

Die Idee stammt von Monika Schult, die den Bereich Bildung und Erziehung der Kaiserswerther Diakonie leitet. "Vor 43 Jahren habe ich mit dem Stricken angefangen. Lange Zeit galt es irgendwie als uncool, aber dann habe ich gemerkt, dass viele Menschen mein Hobby teilen", erzählt sie. "Zum Strickcafé bringen alle ein eigenes Projekt mit, an dem dann in entspannter Atmosphäre gearbeitet werden kann. Ich hoffe, dass wir uns gegenseitig unterstützen und inspirieren werden. Stricknadelgeklapper verbindet."

Auch für Barbara Hoffmann steht der soziale Aspekt des Treffens im Vordergrund. Sie ist erst Anfang März nach Düsseldorf gezogen. "Ich konnte stricken, bevor ich schreiben gelernt habe", erzählt sie lachend. "Da ist es schön, über dieses Hobby Kontakte am neuen Wohnort knüpfen zu können." Zu der Eröffnung des Strickcafés trägt sie einen Pullover in Regenbogenfarben - natürlich selbst gestrickt. In den kommenden Wochen und Monaten möchte sie an weiteren Kleidungsstücken arbeiten: "Ich interessiere mich besonders für edle Garne und hochwertige handgefärbte Wolle. Damit würde ich mich gerne beschäftigen."

Hoffmann strickt bereits seit ihrer Grundschulzeit, später hat das Hobby sie auch durch ihr Studium begleitet. "Am Stricken mag ich besonders, dass es so beruhigend wirkt. Ich habe Musik studiert. Vor Auftritten habe ich damals oft gestrickt, um meine Hände zu beruhigen."

Quelle: RP
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