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Kaiserswerth
Tänzerinnen beweisen erneut Weltklasse

Kaiserswerth: Tänzerinnen beweisen erneut Weltklasse
Linda Gilles, Helene Rüter, Carolin Wolters und Lea Koltermann haben die Silbermedaille beim DanceWorldCup ertanzt. FOTO: Ballettschule Kaiserswerth
Kaiserswerth. Beim größten Tanzwettbewerb der Welt gewann die Kaiserswerther Ballettschule in einer Kategorie Silber. Von Julia Brabeck

Seit fünf Jahren nimmt die Ballettschule Kaiserswerth, die vor 36 Jahren von Eva Grobstas-Mayer gegründet wurde, am DanceWorldCup teil, dem weltweit größten Tanzwettbewerb für private Ballettschulen. Wie 2016 waren Carolin Wolters, Lea Koltermann, Linda Gilles und Helene Rüter in der Kategorie "Klassisches Ballett-Quartett" erfolgreich und erkämpften sich am Wochenende eine Silbermedaille. "Eine tolle Leistung, denn nur eine professionelle Ausbildungsschule aus Portugal war noch besser", sagt Katrin Hansen, Ballettlehrerin und Mitinhaberin der Kaiserswerther Ballettschule. Sie hat für den Wettbewerb die Choreografien ausgearbeitet.

Ein Jahr lang haben sich die vier 15- und 16-jährigen Tänzerinnen auf den Wettbewerb vorbereitet, dafür drei- bis fünfmal in der Woche intensiv trainiert. Denn die Konkurrenz ist groß und wächst von Jahr zu Jahr stetig an. "Immer mehr Schulen aus dem südamerikanischen Raum beteiligen sich inzwischen daran", sagt Hansen. Das hat auch ihr 14-jähriger Schüler Efthimios Sarafis zu spüren bekommen, der in der reinen Jungen-Kategorie Kinder/Solo/Moderner Tanz äußerst knapp die Bronzemedaille verfehlte. "Das Niveau war ungeheuer hoch, und deshalb sind wir stolz auf den vierten Platz", sagt Hansen. Weltweit über 18.000 Kinder und Jugendliche aus 40 Ländern hatten sich in Vorkämpfen um eine Teilnahme am DanceWorldCup beworben. Rund 4000 von ihnen durften schließlich zum Finale reisen.

Das findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Diesmal war Deutschland, und hier Offenburg, der Gastgeber. "Nächstes Jahr wird das Finale in der Nähe von Barcelona ausgetragen. Wir werden uns auf alle Fälle wieder um eine Teilnahme bewerben, auch wenn das viel Arbeit bedeutet", sagt Hansen. Denn die Wettbewerbsatmosphäre sei einmalig und geprägt von großer Fairness. "Wir haben den Tanz als gemeinsame Sprache, und jeder bejubelt die Leistung des anderen", sagt Hansen. Zudem würde man nicht als einzelne Gruppe auftreten, sondern als "Team Germany" mit anderen deutschen Ballettschulen Deutschland vertreten. "Wir feiern gemeinsam den Tanz."

Quelle: RP
 
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