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Kaiserswerth
Werben um weitere Flüchtlinge

Kaiserswerth. SPD Kaiserswerth will Initiative der Ehrenamtler am Leben erhalten.

Sorge um die Flüchtlingssituation in Kaiserswerth macht sich Lokalpolitiker Dieter Horne (SPD). Allerdings befürchtet er nicht wie Kollegen aus anderen Stadtteilen eine Überbelastung, sondern sorgt sich darum, dass es bald zu wenige Flüchtlinge im Stadtteil geben könnte. "Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer im Stadtteil Kaiserswerth - die im Düsseldorfer Norden Pionierarbeit in der Flüchtlingsarbeit geleistet haben - hat sich bewährt.

Allerdings wird aus diesem Kreis befürchtet, dass die Initiative in ihrer Bandbreite auseinanderbrechen könnte, wenn keine weiteren Flüchtlinge im Stadtteil selber untergebracht werden", sagt Horne. Hintergrund ist, dass die Flüchtlingsunterbringung in der Verweyenstraße ausgelaufen ist und im September 2017 die Räume im ehemaligen Schwesternwohnheim im Ortszentrum ebenfalls geschlossen werden. Horne wird deshalb am Dienstag in der Bezirksvertretung 5 eine Anfrage an die Verwaltung stellen.

Er will erfahren, ob "eine weitere Unterbringung von Flüchtlingen in Kaiserswerth über 2017 hinaus gefährdet ist". Und welche Voraussetzungen Flächen für neue Standorte erfüllen müssten. Peter Abels, der die Flüchtlingsarbeit in Kaiserswerth, Angermund und Lohausen koordiniert, sieht die Ehrenamtsarbeit allerdings nicht gefährdet. "Wer will, und das machen bereits einige, kann sich immer noch um die Flüchtlinge in den anderen Stadtteilen kümmern.

Und es gibt bestimmt auch einige Helfer, die froh sind, wenn die intensive Arbeit nach gut zwei Jahren abgeschlossen werden, man sich wieder um andere Projekte kümmern kann. "Zudem würde auch die Möglichkeit bestehen, dass die Unterbringung im Schwesternheim doch noch verlängert wird.

(brab)
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