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Kaiserswerth
Zuschuss für Graffiti-Entfernung

Kaiserswerth. Hausbesitzer können Geld beantragen, um Schmierereien zu beseitigen.

Im September und Oktober sind Gebäude, Wände und Schilder im historischen Ortskern von Kaiserswerth mehrfach mit Farbe beschmiert worden. Betroffen waren unter anderem die Mauer zum Rhein hin, eine Wand in der Stiftsgasse, die Pfarrgartenmauer und Hauswände in der Dauzenbergstraße. Die CDU in der Bezirksvertretung 5 möchte, dass "ein sauberer Gesamteindruck" wiederhergestellt wird und damit den Tätern gezeigt wird, "dass die Landeshauptstadt Düsseldorf diese Verunreinigungen nicht einfach so hinnimmt".

Sie hat deshalb zwei Anträge gestellt, die zu einer schnellen Umsetzung der Reinigungsarbeiten führen sollen. So möchte die CDU, dass private Hausbesitzer dafür einen anteiligen Zuschuss gewährt bekommen. Insgesamt wird dafür die Bezirksvertretung 15.000 Euro bereitstellen. Der Antrag wurde zwar mehrheitlich verabschiedet, allerdings gegen die Stimmen von SPD und Grüne. "Mit solch einer Regelung bauen wir ein Bürokratiemonster auf. Jeder kann sich gegen Vandalismus versichern lassen. Das kostet zwischen 70 und 90 Euro im Jahr", sagt Dieter Horne (SPD). Er lehnt den Antrag aber auch ab, da er eine Ungleichbehandlung von Betroffenen in anderen Stadtteil sieht. "Dort gibt es ebenfalls Schmierereien."

Aus demselben Grund hat die SPD auch nicht dem zweiten Antrag der CDU zugestimmt. In diesem wird die Verwaltung um die Beseitigung von Schmierereien an öffentlichen Gebäuden und das Aufbringen eines Anti-Graffiti-Schutzes gebeten. Sollten dafür nicht die Mittel des städtischen Haushaltes ausreichen, will die CDU, dass dann auch Mittel der Bezirksvertretung bereitgestellt werden. "Das aktuelle Bild des Ortskerns gleicht mehr einer freigegebenen alternativen Szene, als einem historischen Ortskern", sagt Benedict Stieber (CDU).

(brab)
 
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