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Kalkum
Schloss Kalkum wird wetterfest

Kalkum. Die 2,6 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten dauern noch bis 2018.

Die Dachlaterne von Schloss Kalkum ist wieder auf das Dach des Schlosses zurückgekehrt. Sie war für eine umfassende Sanierung abgenommen und in die Spezialwerkstatt van Aaken in Kevelaer gebracht worden. Dort wurden die zum Teil verfaulten und morschen Holzteile des rund viereinhalb Meter hohen und rund vier Tonnen schweren Elements ausgetauscht. "Die Laterne drohte umzukippen. Wir haben sie zusätzlich von innen mit einem Stahlkorsett versehen, das auch die Lasten besser aufnimmt", so Heinz-Josef van Aaken.

Mit einem 30 Meter hohen Spezialkran konnte die Dachlaterne vom Schlossinnenhof aus auf das Dach befördert werden. Damit alles glatt über die Bühne ging, wurde das Manöver eine Woche vorher geprobt. "Wir mussten ein relativ kleines Fahrzeug einsetzen, damit dieses überhaupt durch die Toreinfahrt passt", sagt van Aaken. Von außen waren die Arbeiten aufgrund des Wassergrabens nicht möglich. "Dort hätte das Gewicht auch die Brücke belastet. Das wollten wir vermeiden." Montiert wurde direkt auf der Spitze der Laterne auch wieder der Trompetenengel, der in einer Schmiede in Duisburg überarbeitet worden war. Damit neigen sich die rund 1,3 Millionen Euro teuren Dachsanierungsarbeiten ihrem Ende entgegen. In den Jahren 2017 und 2018 sollen dann die verputzten Fassadenteile des Schlosses saniert werden. Das Ziegelmauerwerk wurde bereits vor mehreren Jahren restauriert. "Dann ist das Gebäude wind- und wetterfest, kann die Bausubstanz nicht mehr angegriffen werden", sagt Michael Pasch, Architekt beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes, der für das Schloss verantwortlich ist. Die Fassadenarbeiten kosten noch einmal 1,3 Millionen Euro.

(brab)
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