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Lichtenbroich
Flüchtlinge: CDU gegen Unterkunft in Lichtenbroich

Lichtenbroich. Die CDU Unterrath-Ost/Lichtenbroich fordert die Stadt auf, die Unterkunft für Flüchtlinge in der Straße In der Nießdonk nicht in Betrieb zu nehmen. Die Container für rund 375 Menschen wurden bereits aufgestellt und sollen in einigen Wochen belegt werden.

Hintergrund der Forderung ist, dass das Land NRW die Flüchtlingsunterkünfte auf der Roßstraße und im Behrens-Bau an die Stadt übergibt. "Das bedeutet, die Stadt kann die dadurch frei werdenden Gebäude ihrerseits für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen", sagt CDU-Ratsherr Olaf Lehne. Vor diesem Hintergrund und weil rund 40.000 Plätze im Land NRW nicht besetzt sind, könne man den Menschen in Lichtenbroich und im Stadtbezirk 6 den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in der vorgesehenen Größe nicht vermitteln, sagt Birgit Schentek, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin im Stadtbezirk 6.

Die Bezirksvertretung 6 hatte in einer geheimen Abstimmung in der April-Sitzung den Bauantrag für die Unterkunft genehmigt. Nach massiven Protesten von Bürgern und Politikern war die Anzahl der Plätze zuvor von 500 auf 375 herabgesetzt worden, und die Höhe der Containeranlage war an einigen Stellen auf ein Geschoss reduziert worden. Zufrieden sind die Bürger damit aber nicht, denn sie befürchten eine Überlastung des Stadtteils mit seinen 5500 Bewohnern, in dem bald rund 900 Flüchtlinge wohnen sollen.

(brab)
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