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Lichtenbroich
Flüchtlinge diskutieren mit den Nachbarn

Lichtenbroich. Miriam Koch im Gespräch mit An- und Bewohnern eines Flüchtlingsheims in Lichtenbroich. Von Alessa Brings

Mehr Anwohner als erwartet sind zu dem Gespräch mit der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch im Flüchtlingsheim In der Niersdonk erschienen. An- und Bewohner können hier Fragen stellen, oder Probleme äußern. Die Flüchtlingsunterkunft wurde im Dezember 2016 von der Stadt neu errichtet und beherbergt 370 Menschen.

Die Diskussionsrunde findet in einem Raum der Unterkunft statt. Dort sprechen die Nachbarn der Flüchtlingsunterkunft direkt die aufgekommenen Probleme an. Ein großes Thema ist die Lärmbelästigung. "Es ist auch nach 22 Uhr enorm laut. Meine Kinder können nicht schlafen", sagt Christiane Kirschey. Sie hat ein Grundstück direkt hinter der Unterkunft. Zudem sei es durch die Beleuchtung auf der Anlage nachts taghell in ihrer Wohnung, berichtet sie. Nachbar Jörg Fink fügt hinzu, dass die Kinder aufgrund des Schlafmangels morgens in der Schule einnicken. Zudem hätten Kinder einiger Heimbewohner in der Schule von Gewalt in der Unterkunft erzählt. Kirschey, Fink und weitere Anwohner halten die Caritas und auch den Sicherheitsdienst, die auf dem Gelände ansässig sind, für überfordert. Miriam Koch kündigt an, dass der Sicherheitsdienst zu Beginn des kommenden Monats gewechselt würde. Zudem überlegt sie, einen stündlichen Rundgang des Sicherheitspersonals einzuführen. Das soll nicht nur für die Einhaltung der Nachtruhe sorgen, sondern auch die richtige Entsorgung des Mülls im Auge haben.

Miriam Koch hat sich vorgenommen, das Gespräch jedes halbe Jahr anzubieten, um schnell Lösungen für mögliche weitere Probleme finden zu können.

Quelle: RP
 
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