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Lierenfeld
Anwohner ist genervt von langer Bauzeit am Höherweg

Lierenfeld. Seit sechs Jahren wohnt Julian Schröder an der Posener Straße. Inzwischen weichen viele Autofahrer auf die Straße aus. Von Nicole Kampe

Seinen Pieper trägt Julian Schröder immer am Gürtel. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr muss er Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr erreichbar sein. Zum Glück hat er es nicht weit, bis er an der Wache ist. Ein paar Meter sind es nur von seiner Wohnung aus, einmal über die Straße. "Doch das Tempo-30-Schild, das hier an der Posener Straße steht, ignorieren viele", sagt Schröder. Schlimmer sei es sogar noch geworden, seit viele Autofahrer wegen der Sperrung auf dem Höherweg über die Posener und die Königsberger Straße ausweichen. "Lebensgefährlich ist es, die Straße zu überqueren", sagt der 25-Jährige. Ein Wunder sei es, dass noch nichts passiert ist. "Kinder sind hier unterwegs, die Mitglied bei der Jugendfeuerwehr sind", sagt er. Ein paar brenzlige Situationen hätte es auch schon gegeben, wenn die Einsatzfahrzeuge ausrücken mussten, egal ob von der Freiwilligen oder der Berufsfeuerwehr, die ebenfalls an der Posener Straße sitzt. "Die Stadt aber blitzt nicht, weil hier kein Unfallschwerpunkt ist", sagt Schröder.

Seit sechs Jahren wohnt er in Lierenfeld, er ist angestellt in der Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr. Durch die Baustelle am Höherweg sei es sehr unruhig geworden rund um seine Wohnung. Zur Rush-Hour-Zeit seien Königsberger und Posener Straße völlig überlastet, Autos und Lkw würden sich über lange Strecken stauen. "Wir leben hier in einem Industriegebiet", sagt Schröder, "da kann es doch nicht sein, dass die Stadt ein Jahr lang braucht, um die Baustelle fertigzustellen." Vor einigen Wochen ist an der Gabelung Höherhofstraße/Posener Straße/Höherweg eine Baustellenampel eingerichtet worden. Ein bisschen Entspannung bringe diese zwar, "viele aber ignorieren die dortige Einbahnstraßenregelung", sagt Schröder. Bei der Stadt hat er sich schon ein paar Mal erkundigt, wann die Sperrungen endlich aufgehoben werden. "Aus Dezember ist Februar geworden, aus Februar April", sagt er.

Auf eine Anfrage unserer Redaktion zur Situation an der Posener Straße und den Sperrungen am Höherweg hat das Amt für Verkehrsmanagement bisher noch keine Rückmeldung gegeben.

Quelle: RP
 
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