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Lierenfeld
Boden im Neubaugebiet jetzt sauber

Lierenfeld. Das Grundstück an der Königsberger Straße ist saniert worden.

Noch vor Beginn der Bauarbeiten für das neue Projekt an der Königsberger Straße 91 hat eine Debatte um die möglichen Altlasten auf dem Baugelände begonnen. Allerdings mit positivem Ausgang: Alle Altlasten sind laut Umweltamt entfernt.

Beim Informationsabend für die Öffentlichkeit zu dem Neubauprojekt war auch Michael Heggemann vor Ort, Vertreter des ehemaligen Grundstückbesitzers Hoberg & Driesch. Zwar habe die Firma die Fläche an den Projektentwickler Wilma AG verkauft, sagte er, trotzdem wolle man als Düsseldorfer Familienbetrieb dort nicht einfach alles "stehen und liegen lassen".

In der Sitzung der Bezirksvertretung 8 war eben dieses Thema Inhalt einer Anfrage der SPD: Dass der Boden nach der Nutzung als Lager für Stahlrohre sowie den Betrieb einer Tankstelle mit umweltgefährdenden Giften belastet gewesen war, überraschte zwar auch die Sozialdemokraten nicht. Dass jedoch bereits eine umfassende Bodensanierung durchgeführt worden sei, ohne dass die Öffentlichkeit davon Notiz genommen habe, allerdings schon. Die SPD wollte daher wissen, was denn im Boden des Geländes an Altlasten gefunden wurde und wann die entsprechende Sanierung denn überhaupt stattgefunden hat.

Die Verwaltung verwies in ihrer Stellungnahme auf die umfassenden Bodenanalysen, die im Zuge des Bauantragsverfahrens bereits 2009 erforderlich gewesen seien. Gefunden worden seien dort mächtige Auffüllungen mit "Beimengungen von Ziegel- und Betonbruch, Schlacken, Kohle- und Metallresten". Im Bereich der ehemaligen Sägestandorte habe es lokale Verunreinigungen mit so genannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Mineralöl-Kohlenwasserstoffen oder auch Schwermetallen (Blei, Zink) gegeben. Im Bereich eines Farblagers seien ebenfalls Verunreinigungen mit PAK festgestellt worden.

Nach dem Rückbau der Betriebsgebäude im vergangenen Jahr seien dann aber alle Auffüllungsmaterialien abgetragen worden. Da die verunreinigten Bereiche auf den oberflächennahen Boden beschränkt gewesen seien, "sind damit auch alle in der Gefährdungsabschätzung ermittelten Verunreinigungen entfernt worden", erklärt die Verwaltung. Die Planung sowie Durchführung der Sanierung seien durch den Grundstückseigentümer eigenverantwortlich und ohne weitere Vorabinformation des Umweltamtes durchgeführt worden.

Bei einem Ortstermin im September 2016 sei seitens des Umweltamtes festgestellt worden, dass alle Altlasten entfernt worden seien. Darüber hinaus liege dem Umweltamt ein Gutachten über die "Begleitung der Bodenaushubarbeiten" vor. Gegen eine Umnutzung des Grundstückes von einer gewerblichen in eine Wohnnutzung bestünden daher seitens des Umweltamtes keine Bedenken.

(arc/stt)
 
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