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Lierenfeld
Ein Spaziergang durch das unbekannte Lierenfeld

Lierenfeld: Ein Spaziergang durch das unbekannte Lierenfeld
Zum Start ging es in die Lukaskirche, wo bald ein städtisches Jugendzentrum einziehen soll. FOTO: Andreas Endermann
Lierenfeld. Mirjam-Kirchengemeinde und Polizei luden zu einem Rundgang zwischen entwidmeter Lukaskirche und Moschee ein. Von Daniel Schrader

Vielen Düsseldorfern ist Lierenfeld in erster Linie als abendliches Fahrtziel der Rheinbahn zu Betriebsschluss bekannt. Zu Unrecht, denn der kleine Stadtteil im Südosten von Düsseldorf bietet abseits des Straßen- und Stadtbahnlagers ein vielfältiges Stadtbild, wie ein Quartiersspaziergang jetzt gezeigt hat.

Zum siebten Mal erkundeten Inga Bödeker, Pfarrerin der evangelischen Mirjam-Gemeinde, und Dirk Sauerborn von der Düsseldorfer Polizei gemeinsam mit Anwohnern den Stadtteil, der sich dank des vorherigen Schneefalls an diesem Tag in einer besonderen Atmosphäre präsentierte. Das Wetter war jedoch nur zweitrangig, da es bei der Führung insbesondere um die jüngsten Veränderungen Lierenfelds ging.

Allen voran in der Lukaskirche, wo der Spaziergang startete. Denn vor wenigen Wochen wurde das Kirchengebäude entwidmet, um Platz für einen neuen Mieter zu machen: das städtische Jugendamt. Noch Ende dieses Jahres soll das Kinder- und Jugendzentrum "KW43" vom Kuthsweg in die ehemalige Kirche umziehen. In den kommenden Wochen sollen die Verträge dafür unterzeichnet werden. "Uns bietet das neue Gebäude viel mehr Möglichkeiten", berichtete Armin Neth vom Jugendamt den Teilnehmern. Außer großen Räumen zur Betreuung für Kinder und Jugendliche ist damit vor allem das Kirchenschiff gemeint, das künftig als Ort für Sport wie Basketball oder Skaten, aber auch für Veranstaltungen wie Konzerte dienen soll.

Aber auch an anderer Stelle ließ sich ein Wandel in Lierenfeld beobachten: So führte die Route des Quartiergangs an die Königsberger Straße, wo auf dem Gelände eines ehemaligen Röhrenlagers ein Wohnkomplex entstehen soll, sowie zum Betriebshof der Rheinbahn, wo im vergangenen Jahr bereits die Zentrale des Unternehmens eingezogen war.

Daneben stand aber auch Begegnung mit der städtischen Kultur auf dem Programm. Die Gruppe besichtigte gemeinsam mit Mitarbeiterin Viktoria Hellfeier die Räume des Weltkunstzimmers an der Ronsdorfer Straße, während zum Schluss der Stadtteilsafari Gebäck und Tee in der Massjid Ar'Rahman Moschee warteten. Damit reifte am Ende der Tour aber vor allem die Erkenntnis, dass Lierenfeld weitaus mehr Facetten bietet, als es vielen Düsseldorfern bislang bekannt gewesen sein dürfte.

Quelle: RP
 
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