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Lierenfeld
Fahranfänger rammt geparkten Pkw

Lierenfeld. 18-Jähriger muss seinen Führerschein abgeben und 800 Euro Strafe zahlen.

Weil er zwei jungen Frauen in seinem Auto mit seinen Fahrkünsten imponieren wollte, ist ein 18-jähriger Fahranfänger seinen Führerschein gleich wieder losgeworden und muss jetzt noch 800 Euro Strafe zahlen. So urteilte gestern ein Jugendrichter über die Imponier-Tour des Angeklagten. Die war im Oktober gegen 22 Uhr an der Königsberger Straße in Richtung Ronsdorfer Straße gründlich schief gegangen.

Bei einer Fahrt in weit ausholenden Schlangenlinien, die sein Ansehen bei den Frauen steigern sollte, hatte der 18-Jährige die Kontrolle über seinen Kompaktwagen verloren und ein geparktes Auto gestreift. Allein der Fremdschaden lag bei rund 1000 Euro. Bevor die Polizei eintraf, hatte der Angeklagte noch versucht, den Unfall schön zu färben: Seine Mitfahrerinnen sollten sagen, eine Katze sei über die Straße gelaufen, deshalb habe er ausweichen müssen und das andere Auto beschädigt. Das gab der Angeklagte gestern vor dem Richter kleinlaut zu, musste auch einräumen, dass die Frauen später die Wahrheit doch noch offenbart hatten. Denn beide sind bei der Kollision leicht verletzt worden, eine der Frauen erlitt sogar ein Schleudertrauma. Er könne froh sein, dass damals vor lauter Leichtsinn nicht noch viel Schlimmeres passiert sei, hielt der Richter dem Angeklagten vor. Der nickte dazu stumm. Von seinem Führerschein muss sich der 18-Jährige jetzt verabschieden, darf sich frühestens nach acht Monaten noch mal um eine neue Fahrlizenz bewerben und muss als Strafe noch 800 Euro zahlen. Im schriftlichen Verfahren waren sogar 1200 Euro Strafe festgesetzt worden. Das hat der Richter im Hinblick auf die Ausbildungsvergütung des 18-Jährigen leicht nach unten korrigiert.

(wuk)
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