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Lierenfeld
Grundschüler singen und machen Street Art

Lierenfeld. "Gänsehautbande" der Astrid-Lindgren-Schule gibt ein Konzert und verschönert den Schulhof. Von Torsten Thissen

Der Schulchor der Astrid-Lindgren-Schule unter der Leitung von Friederike Betz, die "Gänsehautbande", hat zum ersten mal ein Konzert gegeben. Insgesamt sangen die Schüler 15 Lieder auf Deutsch, Englisch und Französisch, darunter einige Soli. Auch der "Cup-Song" wurde präsentiert, der a capella und nur mit Plastikbechern als Begleitung gesungen wird.

Der Chor setzt sich aus 20 Kindern aus der ersten bis vierten Klasse zusammen. Zum Schluss mussten die Kinder Zugaben geben. Anschließend wurde der Abend durch die Kunstausstellung "Von Masken bis zu Wickelgraffiti" abgerundet. Vor allem die beiden vierten Klassen hatten sich mit dem Thema Street Art beschäftigt.

Street Art ist eine Form von Kunst, die man im öffentlichen Raum findet und die meist ohne offizielle Erlaubnis entsteht. Sie ist für alle Menschen zugänglich, transportiert also einen sozialen Gedanken. Auch grenzt sie sich vom Graffiti ab, da nicht nur Schriftzüge, sondern vielmehr Bilder dargestellt werden.

Unter der Leitung von Edda Simon wurden so etwa auf dem Schulhof "Wickelgraffiti" installiert. Bäume und Äste wurden mit neonfarbener Wolle und in unterschiedlichen Mustern umwickelt. Das zweite Projekt ist an den französischen Street-Art-Künstler "Invader" angelehnt, der die Wesen eines der ersten Computerspiele, "Space-Invaders" (1978), mit Mosaiksteinchen darstellt und weltweit im öffentlichen Raum installiert. Die Klasse 4a hat sich genauer mit ihm auseinandergesetzt, bekannte Comicfiguren verpixelt dargestellt und diese auf dem Schulhof installiert.

"Gerade an der Grundschule sind solch aktuelle Kunstprojekte eher selten, sollten in Zukunft aber unbedingt weiter verbreitet werden, da Kunstunterricht immer Bezüge zur aktuellen Kunst herstellt und nicht nur als Bastelunterricht verstanden werden sollte", sagte Edda Simon. Grundschüler seien nicht zu unterschätzen. Auch mit ihnen könne man aktuelle, kontroverse Themen behandeln.

Quelle: RP
 
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