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Lörick
Die Frauen-Kompanie von Lörick

Lörick: Die Frauen-Kompanie von Lörick
Die "Löricker Mädels" starteten mit fünf Mitgliedern, inzwischen sind es 15 und weitere junge Frauen sind willkommen. FOTO: Andreas Endermann
Lörick. Die Idee einer rein weiblichen Kompanie kommt im Stadtteil gut an. Inzwischen engagieren sich 15 junge Frauen im Brauchtumsverein. Ihr Outfit ist schick und sportlich, bald soll es sogar ein selbstentworfenes Wappen geben. Von Monika Götz

"Das Schützenfest ist ein absolutes Highlight", finden die "Löricker Mädels". Für die aktiven Schützinnen, die dieser Kompanie der St- Sebastianus-Schützenbruderschaft Lörick angehören, hat das Zählen der Tage bis zum Schützenfest jetzt ein Ende. Am Freitag geht's offiziell los, aber bereits donnerstags sind Hauptfrau Katrin Honert, zweite Hauptfrau Stephanie Heger, Mirjam Feldschen (1. Spieß), die diesjährige Kompaniekönigin Isabel Schüler, Celine Harfmann, Laura Kamp und ihre Mitstreiterinnen dabei, wenn die Residenzen geschmückt werden. Im Anschluss ist alles für ein Schützenfest gerüstet, das mit einem bunten Programm Groß und Klein auf den Festplatz lockt.

Und schon zum Start am Freitagabend, wenn die "Löricker Eigengewächse" für Unterhaltung sorgen, mischen die Mädels auch auf der Bühne kräftig mit. "Die Proben sind zeitaufwendig, aber es macht viel Spaß", finden Dana und Mona Hummelsbeck. Wie die meisten der Löricker Mädels sind sie familiär bedingt schützenerprobt - und alle sind stolz darauf, dass 2017 das Zehnjährige der Mädels-Kompanie ansteht.

Die Idee, etwas Besonderes zu machen, kam 2007 von Katrin Honert. Sie war dem Pagen-Corps entwachsen und fragte sich: Was nun? Gemeinsam mit Isabel Schüler legte sie ihre Idee von einer reinen Mädels-Kompanie dem Vorstand vor. Die Antwort war kurz und bündig: "Sucht nach weiteren Mädels und legt los." Zwischen zwölf und 23 Jahren sollten die Bewerberinnen sein, die den weiblichen Teil des Schützenwesens vertreten. Gestartet wurde mit fünf Mitgliedern, heute sind es schon 15. Die meisten brachten Schützenerfahrung mit, waren bereits in das Jungschützen-Programm integriert, einige durften sogar als Jungschützenkönigin auftreten. Auch in diesem Jahr haben sie ein Mitglied der Majestäten in ihren Reihen.

Die zwölfjährige Leona Wendel ist Pagenkönigin und wie alle Mädels - dazu gehören auch Verena Abdalla, Lea und Nina Jurado, Rebekka Feldschen, Katharina Linde und Leonie Pretzer - vor dem Fest als Höhepunkt des Schützenjahrs "ziemlich aufgeregt". "Bei unserem ersten Schützenfest gab's ein heilloses Durcheinander", erinnert sich Mirjam Feldschen. Auch die Frage "was ziehen wir an?" war damals noch nicht geklärt. "Das war ein langer Kampf", erinnert sich Katrin Honert. Und er war aufwendig. Es musste nicht nur Zeit für die Anproben aufgebracht werden, auch die Kosten wurden zum großen Teil selbst übernommen: "Das ist vor allem für Schülerinnen schwierig."

Seit 2014 aber kommen die "Löricker Mädels" sehr schick in schwarzer Hose, türkisfarbenem Top, weißer Bluse und beigefarbenem Jackett daher. "Bald gibt's noch einen Aufnäher mit dem selbst entworfenen Wappen", erzählen Dana und Mona Hummelsbeck. Alle sind stolz darauf, was sie schon erreicht haben, denken gern an ein gemeinsames Wochenende in Holland, eine "tolle Weihnachtsfeier" und ihren ersten Ball, den sie im Juni gefeiert haben. Was wann und wie stattfindet, wird in den Kompanieversammlungen besprochen. Grundsätzlich aber gilt: "Alle machen alles." Das wird eine entscheidende Rolle spielen, wenn es um die Vorbereitungen für das Zehnjährige geht. "Wir lassen uns etwas Besonderes einfallen", sagt Hauptfrau Katrin Honert. Und sie hofft auf "weiteren Zuwachs schützenbegeisterter Mädels". Vielleicht kann sie während der Schützenfesttage von Freitag bis Montag Mädchen oder junge Frauen für das Schützenbrauchtum begeistern.

Quelle: RP
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